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gegen meine Argumentation in diesem Punkte ins Feld zu führen wciss. Aber ist dcnn Herr W. so wenig mit dcm Wesen der evolutioncllen Formveranderungen vertraut, dass er nicht weiss, dass die Einwirkung ausserer Einfliisse auf organische Wesen ganz und gar von der Empfindlichkeit abhangt, die diese dafür zeigen? Diese weist namlich nicht nur bei Arten, sondern sogar bei den Individuen einen bedeutenden Unterschied auf, ja, fehlt manchmal auch ganz, sodass es eine ausserst gewöhnliche Erscheinung ist, dass seit langem denselben Einflüssen ausgesetzte Wesen neben einander fortbestehen, und dann doch von ihnen nur einige und sogar diese noch in sehr verschiedenem Grade eine Reaktion auf diesen Einfluss zeigen. Ach nein, Herr W. weiss dies, vvenn er es auch ziemlich vage als Anpassungsvermögen betrachtet, sehr wohl. Aber weshalb übersieht er es dann hier so ganz und gar? Und wo bleibt seine Beweisführung ? Dieser unbedeutenden Argumentation fügt er dann noch weiter hinzu, dassich, allerdings nur nebensachlich, die Ahnlichkeit der beiden genannten Insekten auch durch das psychische Element der Suggestion zu erklaren versuche, aber dass doch schwerlich jemand die Behauptung, dass das auf diese Weise so grosse morphologische Veranderungen entstanden wie für diese Ahnlichkeit" notwendig seien, ernst nehmen könne. Also so ziemlich dieselbe Beweisführung, wie die des denkenden Menschen von vorhin. Abgesehen davon, dass ich auf S. 167 M. S. D. den suggestieven Einfluss gerade bei dem betreffenden Fall sehr gering eingeschatzt habe, wird übrigens kein wirklicher Biolog die Möglichkeit der durch psychischen Einfluss hervorgebrachten allmahligen Entwicklung zu solchen morphologischen Veranderungen, wie gross sie auch seien, schlechthin verwerfen; unzweifelhaft muss die Möglichkeit der mitwirken dieser Factors für höchst wahrscheinlich gehalten werden. Aber Herr W. will wohl nichts davon wissen, weil sein rcligiöser Glaube sich dagegen straubt, seine sich ausschlieslich auf ihn stützende und wissenschaftlich durchaus nicht haltbare Theorie namlich vom qualitativen Unterschied zwischen der Psyche der Menschen und jener der Tiere; denn die Annahme einer solchen suggestiven Wirkung bei Tieren

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