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in Beziehung auf die Reizbarkeit, tritt aber übngens in allerhand Weisen auf; sogar in der chemischen Zusammensetzung des organischen Stoffes tritt sie zutage. Die Kombinationen, sagt ein bekannter Chemiker, der Elemente, aus denen die Gewebe der Vertreter beider Reiche bestehen, sind so mannigfaltig wie die Arten der Lebenweisen selbst, ja noch mannigfaltiger, da sie bei verschiedenen Individuen Abweichungen zeigen und zwar bei demselben nach Alter, Lebensweise und so vveiter wechseln. Dies sieht man aber noch nicht in genügender Weise ein, und es gilt denn auch wieder einen Punkt, der sich schwer so deutlich und schlagend fassen lasst, wie dies das Studium der Farbenevolution ermöglicht, und welcher also, wo dieses fehlt, leicht einen unsichern

Charakter erhalt.

Wo ich gezeigt habe, dass Mimicryerscheinungen durch

natürliche Eigentümlichkeiten, wie infolge einer besondern

Muskflentwickelung oder der chemischen Bestandteile der

Futterpflanze entstehen können, oder wo man die sogenannte

svmpatische Farbung, die Übereinstimmung der Körperfarbe

mit der der Umgebung, auf Farbenwechsel, der seinerseits

durch das Auge treffende Lichtreize geregelt wird, zurück-

führt, meint Herr K., dass dies nicht verhindert, dass dabei

doch' Selektion aufgetreten sein und so die Mimicry gefórdert

haben könne. Ich gebe dies zu; aber das bedeutet nichts;

die Sache ist nur die, dass diese Beweisführung auf falscher

Grundlage beruht. Die Mimicryerscheinungen werden in dem

Darwinismus als ein sehr bedeutendes — WE1SMANN sagt

nachdrücklich das scharfste — Beweismatenal für die Zucht-

wahllehre betrachtet und zwar, weil die Darwinisten darm

vor allem den nach ihnen sehr bedeutenden Wahrscheinlich-

keitsbeweis für die Wirkung der Naturselektion zu finden

meinen, hierin bestehend, dass diese Erscheinungen nur durch

die Selektion zu erklaren seien. Ich erklare sie aber bestimmt

ohne dieselbe. Also bestelit für die Annahme der Selektion

als Ursache der betreffenden Erscheinungen diese Notwen-

digkeit nicht mehr, und wird man, wo man anderswo die

Wirkung der Selektion annehmen will, solche erst noch

auf andere Weise beweisen oder mindestens wahrscheinlich

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