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sic wohnen, als solche schon genügend von mir widerlegt wor den ist. Dieselbe Methode sehen wir noch weiter bei ihm, wenn er nun die Selektionstheorie behandelt. Nur erwahnt er hier einige schon früher dagegen erhobene Bedenken, wie dieses, dass& die Naturauslese wohl Unzweckmassiges auszumerzen aber nicht Zweckmassiges zu erzeugen vermöge, weiter die übergrosse, dem Zufall darin überlassene Rolle, wie auch den Umstand, dass die meisten Artunterschiede der Systematik nur zu den biologischen, und somit in Kampf ums Dasein indifferenten Eigenschaften gehören, und dass die palaeontologischen Tatsachen sich mit dieser Theorie nur schwer vereinbaren lassen. Warum verschweigt er aber nun das ihm auch sehr gut bekannte, von mir in den Vordergrund gestellte Argument, dass die darwinistische Selektionslehre, — wie er dies übrigens auch nachdrücklich auf S. 170 seines Werkes als Hauptsache anerkennt — sich entschieden auf den Kampf ums Dasein gründe, wenn wir diesen Ausdruck genau in Darwins Sinne auffassen, und dass derselbe doch nur eine Fiktion sei. Denn, ist dieses Argument richtig, dann kann die Naturselektion wohl ausnahmsweise möglich, aber nicht ausschlaggebend sein, und als biologischer Hauptfaktor hat sie dann ihren Wert eingebüsst. Das Argument ist also unwidersprechlich von Bedeutung und beansprucht eine ausführliche Behandlung und eventuelle VViderlegung. Aber weit entfernt, dass Herr W. einen Versuch dazu macht und auch nur etwas zur Begriindung des darwinistischen Kampfes ums Dasein beizubringen wüsste, schweigt er sich ganz darüber aus und verkriecht sich auf diese YVeise. Znm Teil wohl aus wissenschaftlichem Unvermögen, aber für hauptsachlich gewiss, weil er, wie wir schon sahen, sehr erregt ist und dies seine Ehrlichkeit beeinflusst; wahrscheinlich auch, weil, was für seinen wissenschaftlichen Autoritatsglauben nun einmal feststeht, seines Erachtens keines Beweises bedarf. Endlich noch, weil er im Grunde weder die Naturselektion, noch den Kampf ums Dasein ganz entbehren kann ; er braucht sie beide entschieden für seine Mimicrybetrachtungen und ruft sie dabei wiederholt zu Hilfe. (Siehe z. B. S. 217, 235, 236); ja, so wie WEISMANN seine Germinalselektion ersann,

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