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Masse, dass sogar Tiere sich dadurch können irreführen lassen, das wird auch von mir nicht geleugnet, wenn ich auch bei weitem die grösste Anzahl dieser angeblichen Tatsachen der Einbildung und Phantasie zuschreibe; ich erklare dergleichen Tatsachen auf natürliche Weise und zum Teil auch durch Zufall, und lehne, solange es mir nicht bewiesen wird, die hrklarung des Zustandekommens nach der darwinistischen Theorie auch in ihrer transcendentalen Fassung, den diese Herren ihr geben, ab. Auf diese Weise fahren sie nun fort, indem sie immerfort die Tatsache mit der subjectiven Deutung, ob unbewusst, ob absichtlich, verquicken und so den Anschein erwecken, als ob sie, wenn sie das Vorhandensein der ersteren bewiesen hatten, dadurch auch den Beweis der Richtigkeit dieser Deutung geliefert hatten. Dass die so bezeichnete Hypothese, namlich die obenerwahnte, mit den Worten des Verfassers selbst angeführte Behauptung „dass die Ahnlichkeit der Kopie ein Schutzmittel sei, dadurch zur Erhaltung der Art beitrage und ihr eine bestimmte Individuenzahl sichere", an erster Stelle auf wissenschaftliche Weise gestützt und auf diese Weise annehmlich gemacht werden müsste — das lassen sie ausser acht und suchen der dahingehenden Forderung sich zu entziehen. Eine Hypothese, wenigstens eine wissenschaftliche, darf man das nicht einmal nennen, denn von einer solchen darf man verlangen, dass sie sich immer teilweise auf richtig bewiesene Tatsachen gründe, was hier ganz und gar fehlt; es ist hier also nur die Rede von einer ganz in der Luft schwebenden Auffassung, von einer bloss willkürlichen Vermutung. Noch in dem letzten Teil seiner Schrift, auf S. 467 geht es immer auf dieselbe Weise weiter. „Das Vorhandensein der Mimicry ist ein Faktum und contra factum non valet argumentum" heisst es da, und auf diese bequeme Weise versucht er dann meine Argumente zu vernichten. Auch hier ist einzig und allein die Tatsache der Ahnlichkeit ein Faktum, nicht aber, dass diese Ahnlichkeit einen mimetischen Wert und noch weniger eine mimetische lendenz hat, und das ist es doch, was man, wenigstens in einer wissenschaftlichen Diskussion über den Gegenstand der Mimicry, unter diesem Namen versteht, nicht also nur

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