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dort daran erinnert hat, dass der historische Ausgangspunkt der Mimicrylehre die Hypothese (besser gesagt die Idee) von Bates über die Immunitat der Heliconiden sei, lasst er darauf folgen, dass ich nun trotzdem behaupte, dass diese Immunitat nie bewiesen worden sei und dass deshalb die ganze Mimicrytheorie auf einer falschen Basis beruhe. Aus diesem Beispiel könne man nun meine Beweisfiihrung erkennen; ich schlösse mit Vorliebe von einem Fall auf alle übrigen. Wenn auch diese Idee von Bates hinsichtlich des Tagfalters unrichtig war, folgt dann daraus schon, dass sie sich in andern Fallen nicht als richtig erweisen kann? Es würde das z. B. noch nichts gegen die Schutzfarbung beweisen, die der Sache nach schon vor Bates bekannt war. Man hat hier wirklich ein sehr treffendes Beispiel falscher Logik, in der Tat wohl imstande, wenig logisch entwickelte Leute mitzureissen; die Dialektik, welche diesen Herren beigebracht wird, mag denn auch wohl auf ein derartiges Publikum zugeschnitten sein. Logisch Denkende werden jedoch antworten, dass wenn die Bedeutung der zur Grundlage dienenden Tatsache wegfallt, auch die aller bloss darauf beruhenden Tatsachen verloren geht, wenn es auch Tausende waren, und dass hierbei durchaus nicht das Schliessen von einem Falie auf alle übrigen vorliegt. Dass die Idee Bates', wenn sie sich schon für diesen Tagfalter als unrichtig erwies, nichtsdestoweniger in andern Fallen wohl als richtig sich erweisen könnte, ist ohne Widerrede richtig, aber, wo man behauptet, dass dies der Fall sei, soll man dies doch auch nachweisen; das ist aber ebensowenig jemals geschehen; auch nicht, was die Schutzfarbung betrifft, die zwar, wie ja auch viele Mimicryfalle, der Sache nach vor Bates bekannt war, aber erst viel spater in demselben Geist und nach derselben Theorie erklart wurde, und auf diese Weise nur der Ausbreitung derselben Auffassung gedient hat. Aber was giebt uns denn der Kritiker hier an Stelle des verlangten Beweises? „Der Mimicrygedanke", sagt er (S. 391), „ist abstrakt genommen so einfach, dass man wohl a priori Grund hat, zu vermuten, die Natur, die wir ja tatsachlich alle möglichen Mittel ergreifen sehen um die Lebewesen zu erhalten und zu beschützen, habe auch

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