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ergebe. Ls ist aber weit davon entfernt, dass die betreffenden Untersuchungen dies unwiderlegbar entschieden hatten; mir erscheinen diese, wie ich auf S. 422 von M. S. D. béreits sagte, ziemlich unbedeutend, wahrend demgegenüber zahlreiche latsachen meine Ansicht unterstützen. Nur kann man sagen, dass dieser Punkt noch nicht völlig entschieden ist und einer nahern Untersuchung bedarf. Man darf den Untersuchungen, welche Dr. Grafin M. von Linden nicht einmal bestimmt aus diesem Gesichtspunkt heraus angestellt hat, hier nicht einen so grossen Wert beilegen. Wie Prof Dr! van Bemmelen, der sich auch mit dergleichen Untersuchungen beschaftigt hat, bemerkt, kann dabei doch nur wahrend den letzten 30 Stunden des Puppenlebens etwas wahrzunehmen möglich sein, und hieraus zeigt sich schon sofort, dass diese Wahrnemungen doch nie den Wert von dem haben können was die in natürlicher Weise entwickelten Schmetterlingsflügel] namentlich in den Fallen von Polymorphismus, so deutlich zeigen. \\ eiter ist nun Dr. Grafin M. von Linden unzweifelhaft wohl sehr geeignet zu der Ausführung derartiger Untersuchungen, aber ihre subjective Deutung der Ergebnissen derselben ist darum noch keineswegs über allen Zweifel erhaben. Uberzeugte Anhangerin Eimers suchte sie bei ihren Beobachtungen stets die Bestatigung der bekannten Flecken- und Streifentheorie dieses Gelehrten zu finden und meinte diese denn auch wiederholt darin gefunden zu haben. Und doch wird diese Theorie immer mehr von jedem Naturforscher aus ernstüchen Gründen verworfen, und meine ich sogar aufS. 60 und 61 von M. S. D. auf einem Grunde, dessen Richtigkeit auch Prof. Dr. Kathariner in seiner schon besprochenen Kritik anerkannte, dargelegt zu haben, dass sie unmöglich ist. Dass sie also meiner Theorie, weil dieselbe nicht mit der Eimers übereinstimmt, nicht sehr gewogen ist und auch zu derselben widersprechenden Resultaten gelangt ist, hat noch nicht viel auf sich, urn so weniger, weil sie in dieser Hinsicht doch nur einige Beobachtungen gemacht hat und diese dazu noch beilaufig, wie durch Zufall; ihre Untersuchungen waren gar nicht darauf gerichtet, und hat sie dafür denn auch ein Material benutzt, das durchaus nicht zu Beobachtungen spe-

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