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hinweisen, dass wasmann, worauf ich bei meiner Besprechung seines Werkes schon hingewiesen habe, zur Verteidigung seiner Aufifassung über die Mimicry der Ameisen- und lermitengaste grossenteils der Argumentation der darwinistischen Schule folgt und namentlich die Selektionslehre und die von dem Kampf ums Dasein ausdrücklich zur Hilfe ruft. Aber wie lasst sich dies nun mit dem in Übereinstimmung ringen, was Herr S. im Anfang seines Aufsatzes (S. 388) nachdrucklich in den Vordergrund stellt, namlich dass er das Zustandekommen der Mimicry auf dem Wege einer mechanisch wirkenden Ursache wie der natürlichen Zuchtwahl energisch leugnet? Wie kann er dann trotzdem mit Wasmanns Aufitassungen in dieser Hinsicht übereinstimmen > Da ware doch einige Aufklarung wohl am Platze; Herr S. schweigt aber wohlweislich dazu; sein glaubiges Publikum wird sich ja wohl nicht zu sehr in die Sache vertiefen.

Aber, wie ich schon sagte, es ekelt mich wirklich an, noch we.ter auf d.esen Punkt einzugehen. All dieses unaufhörliche Ciezank und Geklafife, diese fortwahrende versuche der Verleumdung, diese absichtlich falsche Darstellung des geistlichen Herrn, die gerne als eine ernste wissenschaftliche Diskussion erschemcn möchte - es macht auf mich denselben ndruck, wie ïhn die Spanische Künigin nach Heines Gedicht vDisputation ' erhielt, die, als sie einen christlichen und emen jüdischen Geistlichen zu sich gerufen hatte, damit sie vor ihr über das Vortreffliche der Religion eines jeden disputierten, diese stundenlang einander hatte beschimpfen und verdammen horen. In dem Sinne, dass der Eindruck dieser afifenargumentation bei mir nur einen moralischem Ekel hinterlasst!

Dr. W. Schoenicken.

Nicht grade hoch steht auch cin kurzes Geschrei, das Herr Dr. walther schoenicken gegen mich ausstösst ').

) talschrift fur Naturwissenschaft, 1904. Literatur-Besprtchung.

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