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Standpunkt intellektueller Entwicklung unentbehrlich. In einem sehr richtig geschriebenen Artikel Franz Webers ") sagt dieser Herr sehr mit Recht: „die Schule kann nur die geistigen Krafte wecken und üben, eine gute Grundlage der Bildung legen, erworben aber wird die Bildung erst im Leben " Gehirn kann die Akademie keinem verschaffen. Wo 1 ersonen ohne genügende natürliche Veranlagung, der Natur nach Dummköpfe also, allerhand Kenntnisse in sich aufnehmen, die sie doch nicht verarbeiten können, entstehen nur Polydummköpfe. All das Angelernte bringt sie auf kernen hohern Standpunkt intellektueller Entwicklung:

Du bist am Ende — was du bist.

Setz dir Perrücken auf von Millionen Locken,

Setz deinen I< uss auf ellenhohen Socken,

Du bleibst doch immer was du bist."

Und ob man wirklich auf den Namen eines Gelehrten ein Anrecht hat, das kann sich nur aus den Schriften ergeben die man veröffentlicht; besonders ein möglichst gerin-er Gehalt an blossem Nachklatsch gegenüber vielen eignen und logisch durchdachten Ideen, fallt bei dieser Wertune ins Gewicht.

Eine solche doktorale Selbstüberhebung ist übrigens bezeichnend für viele Biologen. Wenn ein einfacher Durchschnittsmensch den Anforderungen genügt hat, welche nötig sind, um zum Offizier ernannt zu werden, und er spater seine Erfahrung noch erweitert hat, so kann er vielleicht zu fahig sein, alles das zu beurteilen, was zum Wirkungskreis eines Hauptmannes gehort; er eignet sich aber dadurch noc gar nicht für einen höheren militarischen Ran^ und kemeswegs für die Behandlung militarischer Fragen höher Ordnung auf dem Gebiete der Strategie, Heeresorganisation, u. s w., welche dem Generalstab obliegen. Er wird sich denn auch nicht so leichthin daran wagen in üffentlichen Schriften derart.ge Gegenstande zu behandeln. So verhalt es sich auch nut dem Durchschnittsjuristen oder Medikus. Wenn sie die

I) Moderner BiUungssckwindel. Die Grenzioten. <2 Juli ,9ob.

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