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„bildung und Verteilung der Flügelrippen ist vielmehr anzu„nehmen, dass der Schvvanz ein Organ ist, das eine wichtige „tunction im Leben der Schmetterlinge hat. So erscheint „es erklarlich warum viele 9 9 von Pap. Memnon L. meist „gut entwickelte Schwanze haben: sie bedürfen ofïfenbar zum „Geschafte der Eierablage mehr der Fahigkeit ihren Körper „in eine gewisse Stellung zu bringen, als ihre <ƒ <ƒ, die lediglich „leiblichen Genüssen nachgehen". Nun ist Pap. Memnon L. einer der bekanntesten indischen polymorphen Schmetterlinge, welcher z. B. auf Java in drei oder vier gut zu unterscheidenden weiblichen Formen vorkommt, die natürlich alle Eier legen; von diesen nun ist nur eine, die Form Achates L., init Schwanzen versehen; alle andern Formen sind ebenso wie das <ƒ ungeschwanzt und werden also nach Herrn Röber wohl auch nur lediglich leiblichen Genüssen nachgehen. Ja, es kommen sogar von der Form Achates L. auf Borneo sowohl geschwanzte wie ungeschwanzte Individuen vor, etwas, was man übrigens auch bei den cT c? von Pap. Deiphobus L. (Deiphontes Wall.) aus den Molukken wahrnehmen kann. Und bei den Ornithoptera kommen Schwanze allein vor bei O. Paradisia Stdgr. und zwar — nur beim tf. Sollte vielleicht bei dieser Art das <ƒ Eier legen und nicht das Q? Herr Röber untersuche dies einmal, es sei denn, dass er von einem bloss systematischen Standpunkt unter Eierlegen etwas andres versteht als ich.

Die innigen Verhaltnisse zwischen Schwanzbildung und Verteilung der Flügelrippen bestehen übrigens einfach aus nichts andrem, als dass die Schwanze öfters — nicht einmal immer — Relikte der Flügelrippe sind, wie dies der evolutionelle Prozess der Verkleinerung der Flügel mit sich bringt. Was versteht nun aber Herr Röber von Evolution ? Einfach nichts.

Und hierauf gründet sich denn auch seine Argumentation. Ich würde, sagt er weiter, diejenigen Schmetterlinge für die auf der Stufenleiter der Entwicklung am höchsten stellenden halten, bei denen sowohl die Flügelbeschuppung am meisten geschwunden ist, wie auch die Extremitaten (Flügel und Beine) zurückgebildet sind; das ist jedoch unrichtig, wie es die Syntomiden, die Ithomiden und die Haeterinen zeigen.

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