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Dann würden ja auch die QQ der Psychiden auf einer hohen Entwicklungsstufe stehen und dahingegen die „Prachtgeschöpfe" der Schmetterlingswelt, Papilioniden und andere, höchst unvollendete Wesen sein.

Dies habe ich jedoch gar nicht gesagt; nur die Beschranktheit des Herrn R. weiss meine Worte dahin umzudeuten. Das Studium der Biologie lasst es nicht zu, eine derartige allgemeine Stufenleiter anzunehmen; sie gehort zu den Irrtümern der Systematik. Die Biologie lehrt, dass bei dem * Prozess evolutioneller Veranderung, dem die Lepidopteren unterworfen sind, die verschiedenen Organe, wie die Flügelbeschuppung, die Flügel und die Beine sich in selbstandiger Weise verandern, sodass eine Art — bezw. sogar ein Einzelwesen, wie bei den ebenerwahnten Schwanzen von Pap. Memnon L., Achates L. — was ein einzelnes Organ betrifft, weiter und was andere Organe betrifft, wieder weniger in der Entwicklung fortgeschritten sein kann, als die andern Arten. Auf diese Weise steht dann aber eine Gruppe nicht als solche über der andern. So bringt der Begriff der Evolution keine Vervollkommung mit sich, wie R. deutlich zu wissen meint, sondern bloss Veranderung, ebenso gut progressiv wie regressiv, und würde sich überdies der wissenschaftliche Begriff einer Vervollkommung nicht nach der menschlichen Auffassung über das Schone oder weniger Schone eines Tieres oder sogar nach dem Grade der Differenzierung seiner Organe richten dürfen, sondern nur nach dem Grade grösserer oder geringerer Tauglichkeit, den es für seine spezielle Lebensweise erlangt hat.

Sein hauptsachlichstes Argument sucht dieser Systematiker wie sich erwarten liess, in seiner Auffassung der Beziehungen zwischen der Schwanzbildung und dem Flügelrippenbau, die er anlasslich meiner Verhandlung gesucht zu haben behauptet und die gefunden zu haben seine Bcschranktheit ihm nun auch suggeriert. Aus Gerippe jedoch kann man nur Freund Hein zusammensetzen, aber keinen Menschen und ebensowenig einen Schmetterling kennen lemen. Wohl kann eine derartige Kenntnis dieses Gerippes das ihrige dazu beitragen,

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