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lich blosslegt. Seine Behauptung ist denn auch nicht richtig. Die Ursache, warum Tiere in ihrer natiirlichen Umgebung meistens schwer zu unterscheiden sind, liegt in der Tat wohl öfters in ihrer grossen Übereinstimmung der Farbe mit derselben, die man zur Not Mimicry nennen kann, ohne dass man jedoch als Ursache für das Entstehen dieser Ahnlichkeit die darwinistische Theorie anzunehmen braucht. Aber andrerseits auch für einen grossen Teil nicht in der speziellen Zeichnung des Tieres, die sich ja — was Herr TiiAYER ganz zu übersehen scheint — besonders bei kleinen Tieren, wie Insekten, schon auf einen kleinen Abstand hin nicht unterscheiden lasst, sondern in dem Umstand, dass fast iiberall, und besonders inmitten eines dichten 1'flanzenwuchses, die Umgebung immer aus einer grossen Menge auf allerhand YVeisen durcheinander gemischter verschiedencr Linien, Farben und Schattierungen besteht. Einzelne dazwischen befindliche Tiere, sogar wenn sie ziemlich hervortretende Farben haben, können demzufolges in einiger nach der Grosse des Tieres verschiedenen Entfernung nicht unterschieden werden, solange sie sich wenigstens still verhalten. Weder die Art ihrer Farbe oder Zeichnung noch das Spiel von Licht und Schatten lassen jedoch diese Tiere so schwer erkennen, sondern die Zusammenstellung und Kapazitat des menschlichen Auges. Bei einiger Übung lassen sie sich denn auch weit besser und bisweilen sehr scharf unterscheiden. Ein erfahrener Lepidopterolog entdeckt — insofern sein Gesichtsvermögen auf diese Entfernung dazu hinreicht — Schmetterlinge und Raupen auch zwischen ihrer Umgebung und trotz aller sogenannten Schutzfarbung ganz sicher. So lese ich denn auch in dem vor kurzem erschienenen und oben bereits erwahnten überhaupt sehr bedeutenden Werke ') eines hollandischen Vogelkenners, der das Leben dieser Tiere mit Fernrohr und Camera studiert, dass, wenn man um die Strandvogel auf den hollandischen Küsten zu erspahen, ihre Brutstatten, deren man sich natürlich nicht dicht nahern kann, um die Vogel nicht zu erschrecken, in einiger Ent-

i) Jac. 1'. Thijsse, Het intime leven der vogels. Haarlem iqofo.

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