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ganz dem Charakter von Erscheinungen der Farbenevolution. Das ungleichmassige Auftreten derselben weist, wie weisMANN schon vor Jahren bemerkte, unzweifelhaft auf einen Evolutionsprozess, der sich bei den ihm unterworfenen Individuen nach verschiedenen Stufen geltend macht. Den auf S. 109 und 110 von M. S. D. im Zusammenhang mit meiner Studie über die Farbenevolution bei den Pieriden angedeuteten Prozess der Farbenevolution bei Semnopithecus Pyrrhus Horsf., S. maurus cuv. und 5. pruinosus Desmarest, fand ich seitdem auch noch bei andern Affenarten, in deren Farbung das Rot und das Schwarz dermassen gemischt vorkommen, dass man dies offenbar auch als einen Übcrgangszusland der ersten Farbe in die zweite auffassen muss. Bei Lemur macaco L. sind die J schwarz und die Q Q rötlich; da zeigt sich also derselbe sexuelle Dimorphismus in der Farbe. wie bei so vielen Schmetterlingen, wahrend das auf S. 109 über Semnopithecus maurus cuv. Erwahnte auch hier den Prozess der Farbenevolution nachweist. Sehr deutlich ist sie auch bei Eichhörnern zu beobachten, im besondern bei dem ostindischen Sciurus Prevosti Desmarest, das in verschiedenen Gegenden in rot, weiss und schwarz variert. Es ist unleugbar also derselbe Prozess, und zwar mit derselben Ungleichheit fortschreitend, welche ich u.a. auf S. 104 und 427 von M. S. D. erörterte, und die stets, je nach den lokalen Einflüssen, diesen Prozess kennzeichnet. Dasselbe zeigt sich, wenn auch in geringerem Masse, bei dem gewöhnlichen europaischen Eichhorn Sciurus vulgaris L., das in der Regel rot ist, jedoch dann und wann in Exemplaren mit mehr oder weniger schwarzen Haaren, z. B. mit schwarzem Schwanz — noch vor kurzem wurde ein solches Exemplar in Holland wahrgenommen — vorkommt, die auf den noch auf einige Individuen beschrankten Beginn des melanistischen Prozesses hinweisen. Sie sind also Übergangsformen, wahrend hier und da in Europa sogar mehr oder weniger ganz schwarze Exemplare gefunden werden. Man findet hierüber ausführliche Mitteilungen in dem in der Anmerkung auf S. 170 angeführten Aufsatz Dr. J. Gross', obgleich dort wegen der Unbekanntheit mit der Erscheinung der Farbenevolution ganz falsche Deu-

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