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durch den Einfluss der Domesticitat weiss geworden sind, und ebenso auch die Germanen, sind gesunde, kraftige Geschöpfe. Dasselbe ist der I- all mit den in den letzten 25 Jahren viel zahlreicher als die Stammesform aufgetretene sogenannte var. Doubledayaria Mill. des Schmetterlings Amphidasis betiilaria L. \\ ie ich las '), geht denn auch aus Untersuchungen über die Erblichkeit des Albinismus, veröffentlicht in den Proceedings der American Academy, deutlich hervor, dass Albinismus und hier diirfte wohl das von mir gemeinte nicht morbide Weisswerden gemeint sein — wenigstens bei domesticierten Tieren keineswegs ein Zeichen der Schwache sei. Albinos trifift man übrigens auch unter den Germanen, geradesogut wie unter den Negern an, jedoch als morbide Erscheinungen; auch bei den Tieren findet sich dies. Bisweilen scheint der Albinismus, wie das mit vielen Krankheiten der I'all ist, besonders stark aufzutreten; z. B. bei Mausen. So wurden auch 60 Jahre lang in einem kleinen Umkreis in der Gegend von Lippe-Detmold fortwahrend viele Albinomaulwürfe gefangen 2). In diesem Zustande kann er auch durch künstlich herbeigeführte Zuchtwahl, unter von den natiirlichen sehr abweichenden Lebensumstanden, wenigstens bei sich sehr schnell fortpflanzenden Tieren, erblich verbreitet werden. Alle Albinomause und Albinoratten, welche den genannten Experimenten dienen, sind auf diese Weise geziichtet worden, und auch die Albinokaninchen kommen wohl hauptsachlich allein unter Tieren vor, die viele Generationen hindurch zu ciner sehr abnormen Lebensweise in Stallen oder Koben gezwungen wurden, und werden denn auch weiter durch künstliche Zuchtwahl fortgepflanzt. Dass man nun durch die Herbeiführung morbider Zustande und auch wohl durch ein besonderes Lutter auf die Tarbe der Tiere einwirken kann, ist bekannt, aber man hat es dann dabei mit abnormen Erscheinungen zu tun. Dr. M. Grafin von Linden hielt auf dem 6en Internationalen Zoologen-Kongress in Bern einen

1) Nature, Juni //, igoj und Globus jo Juli 1903.

2) Sieht den m der Note auf S. 171 citierten Aufsat* von Dr. I. Gross, S. jjo.

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