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Fragcn genügend dcutlich dargelegt. Dasselbe gilt auch für die Temperatureinfltisse, auf die der Verfasser in demsclben Aufsatz noch ausführlich zurückkommt. Auch darüber habe ich meine Meinung schon gesagt; vollends nach den obenerwiihnten Untersuchungen Dr. FISCHERS halte ich auch dies für einen überwundenen Standpunkt. Meine Studiën über die Erscheinungen der Farbenevolution, so wie über die sogenannten Schwanze der Lepidopteren ermöglichen es mir, dies alles auf eine richtigere Weise zu erklaren. Ein einziges Wort vvill ich hier jedoch noch über die angeblichen Schutzfarben und Schreckfarben der Lepidopteren einflechten. Wenn Herr Prof. S. diesem Punkte so grossen Wert beilegt, so kann ich einem solchen Lepidopterologen, wie es dieser Gelehrte ist, gegenüber, die Frage nicht mit Stillschweigen übergehen. Wenn ich es auch nicht mehr zur Verteidigung meiner Aufïassung für nötig erachte, so will ich doch gerne mit einem Gegner dem man auf diesem Gebiet soviel Achtung zollen muss, noch einmal höflichkeitshalber die Klingen kreuzen. Ich muss es verneinen, dass die Farbe an der Unterseite der Tagfalter, die mit aufgeklappten Flügeln ruhen, als eine Schutzfarbung betrachtet werden müsse. Man verstehe mich wohl, ich leugne nicht, dass diese wohl einmal einen gewissen Schutz leisten kann, sondern nur, dass derselbe so bedeutend ware, um zu der UntersteJJung zu berechtigen, jene Farbe ware zu dem Zweck entstanden und liatte sich deswegen in der Richtung entwickelt. Da, wo ein dichter, natürlicher Pflanzenwuchs vorhanden ist, enthalt dieser, wie ich bereits oben anführte, soviele gerade, eckige oder geschweifte Linien von allerhand Form, soviele Farben und Nuancen, dass jeder dazwischen gestellte Gegenstand, besonders, jedoch nicht einmal ausschliesslich, wenn es etwas dunkel und die harbe nicht zu einförmig ist, bei obenflachlicher Betrachtung unbemerkt bleibt, solange er sich nur nicht bewegt. Aus demselben Grunde bleiben denn auch sogar grosse I iere wie Elefanten und sogar die auffallend gezeichneten Giraffen in der Wildniss, solange man ihnen wenigstens nicht zu nahe kommt, was freilich der Natur der Sache nach nicht leicht geschieht, unbemerkt. Und dies ist

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