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selben Sinne wie die Farbe erfahrt, diese beiden sich schwerlich verschiedenen Ursachen zuschreiben lassen, und dass, in Anbetracht davon, dass die Formandrung doch wohl nicht dem Einflusse des Lichtes zugeschrieben werden kann, deswegen auch die Lichtstrahlentheorie hinsichtlich der Farbe ausserst zweifelhaft wird. Nun ist kürzlich ein Artikel Ernest Ingersolls ') erschienen, der mir sehr beachtenswert zu sein scheint, und in dem dieser Forscher darauf hinweist, dass sehr bedeutende Veranderungen in der Form und auch wohl eine eigentümliche Farbe bei den Wüstenpflanzen die Folge dessen sind, dass diese Pflanzen sich allerhand Wüstenzustanden anpassen. In der Tat können ohne das Licht auch zweifelsohne andere atmospharische Einflüsse, wie besondere Dürre und Mangel an Sauerstoff in der Luft, da, wo aller Pflanzenvvuchs fehlt, hierbei eine Rolle spielen. Woraus sich dann folgern liesse, dass die gemeinschaftliche Farbe der Wüstenpflanzen und Wiistentiere durchaus nicht durch das Licht hervorgerufen zu sein braucht. Nun scheint aber oben besprochene Uniformitat in der Farbe verschiedener in der Ruhe sichtbarer Körperteile bei vielen Schmetterlingen wohl derselben Art zu sein wie die obenerwahnte Ahnlichkeit in Farbe bei allerhand Wüstentieren. Wenn diese nun nicht dem Lichte zugeschrieben werden muss, sollte dann solches bei den von oudemans photographierten Schmetterlingen wohl der Fall sein?

Gewiss geben diese Tatsachen noch nicht das Recht, dem Einflusse des Lichtes soviel Wert beizulegen, wie man dies vielfach tut, und darf man diese Vermutung also wohl nur auf die bescheidene Weise Prof. Dr. standfuss' aussprechen. Man entfernt sich jedoch von der Objectivitat, die das Kennzeichen wirklicher Wissenschaftlichkeit ist, wenn man diesen Einfluss vor der Hand als etwas hinstellt, das, wenn auch nicht absolut, doch so gut wie sicher feststeht. Im letztern Falie würde eben die den Darwinismus so kennzeichnende Oberflachlichkeit zutage tretcn. Wahrlich, es würde noch

0 life in the desert" (Jlarpers Monthly Magazine, Miirz igojJ.

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