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ihnen nichts helfen. Noch sehr unlangst fand ich ganz mit Recht bemerkt, dass fasst ein Jahrhundert hindurch die Herkunft der Indogermanen aus Mittelasicn als ein Axiom angenommen worden sei, und zahllose Schriftsteller immer darauf weitergebaut hatten, wahrend dieser Annahme doch keine einzige wissenschaftliche Tatsache zugrunde lag, sondern sie nur ein Ausfluss der Paradieslegende war. In der Tat, dieser Kampf ums Dasein mit der damit verbundenen Naturselektion ist auch solch' eine Paradieslegende, ist ihm doch sogar ein gewisser religiöser Hauch nicht fremd.

Dennoch treten immermehr Naturforscher auf, die sich durch ihre Studiën veranlasst sehen, die Lehre der alleinseligmachenden Selektion zu verwerfen. Der eine lasst sich ganz, der andere, der weniger energischer Natur ist, teilweise bekehren, da er nicht einsieht, dass der allgemeine Charakter dieser Lehre eine teilweise Beibehaltung nicht zulasst. Eine alleinseligmachende Lehre ist mit der Möglichkeit, auf irgendeine andere Weise selig zu werden, unvereinbar.

So soll z. B. sich auch noch aus den Studiën über die Landmollusken von Celebes der bekannten Reisenden P. und F. Sarasin ergeben haben, dass ihre Arten fortwahrend sich in einer bestimmten Richtung umwandeln und zwar auf eine mit der Theorie, nach der das organische Wachsen teilweise durch Epistase unterbrochen wird, wodurch anscheinend verschiedene Arten entstehen, übereinstimmende Weise, was nach der darwinistischen Entwicklungstheorie keineswegs zu erklaren ware. Die Theorie der Naturselektion und die der Mimicry sind hier nicht anwendbar, weil die Veranderungen, welche die Schalen der Mollusken erleiden, für den Wohlstand des Tieres ohne Bedeutung sind. Ebensowenig die der sexuellen Selektion, da es hier hermaphroditische Tiere betrifft. Die geographische Verteilung macht es unmöglich die Zwischenformen einfach als Bastarde der Endformen aufzufassen. Von einem innern Strebcn nach Vervollkommnung oder Verbesserung ist dabei keine Spur. Nur die eigentümliche Konstruktion des Tieres führt zu diesen Veranderungen. Aussere Faktoren verschaffen sich zwar Geltung, jedoch in sehr beschranktem Masse; aus vielen Beispielen

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