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gegen sie erhobenen Einwande noch einmal abzuschreiben. Wenn man die Schriften jener Psychologen, z. B. die Dr. FüRELS, liest, so stösst man nur auf einen Schwarm dem Gebiete der Nervenpsychologie angehörender Ausdrücke, wie Kreuzung oder Abschliessung von Nervenbahnen oder Nervenströmen, Reflexe von Denkprozessen im Gehirn, Ausstrahlungen, Derivate und dergleichen, die als wahre Schlagwörter vorgebracht werden, aber man findet keine Spur von irgendeiner klaren Vorstellung der geistigen Funktionen. Es zeigt sich daran deutlich, dass diesen Leuten die psychische Tatigkeit volkommen unklar ist und sie begnügen sich denn auch mit der erwahnten Phraseologie, gerade in derselben Weise wie dieses auf mystischem Gebiete durch die religiös Glaubigen geschieht, auf deren Beschranktheit sie selbst meistens schimpfen. Denn, da bei beiden der Glaube die Verstandestatigkeit hemmt, erscheint diesen darwinistisch-wissenschaftlichen Glaubigen all dieses Unklare und Unverstandliche gerade als das Kennzeichen tiefsinniger, wissenschaftlicher Wahrheit, wie der religiös Glaubende in dem Unfasslichen der mystischen Lehrsatze gerade das Merkmal ihrer übernattirlichen Art sieht.

In hohem Masse ist denn auch bei dieser Psychologie, mit welcher Ostentation sie sich auch als wissenschaftlich aufspielen möchte, das zu beobachten, was — wie ich noch spater naher auseinandersetzen werde — auch für die biologischen Studiën so bezeichnend ist, das unbesorgte Fortfahren ohne sich um eine ernste Beweisführung für die grundlegenden Satze zu kommern, ohne die doch keine wirklich wissenschaftliche Behandlung sich denken lasst.

Dass zwischen den psychischen und den physischen Erscheinungen, die sich in den Organismen wahrnehmen lassen, ein enger Zusammenhang besteht, lasst sich zweifelsohne beweisen; daraus ergiebt sich jedoch noch nicht beider Identitat.

Im Gegenteil, ich halte es, ohne in irgend eine transcendentale Betrachtung zu verfallen, für die wissenschaftlich am besten begründete Auffassung, das Vorhandensein eines selbststandigen psychischen Elements anzuerkennen, das als ein sehr bedeutsamer Faktor bei der Entstehung der Lebens-

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