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mchr als unbedeutend beiseite gelegt werden, sondern fordern eine ernste, wissenschaftliche Untersuchung.

Jedenfalls ofïfenbart sich in den betreffenden Handlungen unzweifelhaft eine echte Verstandestatigkeit, eine Tatigkeit dessen, was nach W. der wahre Sinn des Wortes Intelligenz ist, n.1. die hinsicht in die Beziehungen zwischen Ursache und Wirkung, Mittel und Zweck. Solch einer Hinsicht natürlich, die sich bloss auf sinnlich wahrnembare Tatsachen richtet, da die mentale Entwicklungsstufe der Tiere das Treiben von Philosophie und andere Wissenschaft noch nicht zulasst, was darum jedoch noch nicht dazu berechtigt, diese Einsicht als sinnliche Vorstellungsassociationen abzusondern. Ihre Natur, ganz abgesehen von dem Gegenstaud, auf den sie sich bezieht, unterscheidet sich doch in nichts von derjenigen, die in den hochsten geistigen Funktionen zutage tritt, ebensowenig wie dies mit jenen höhern aus dem Instinktleben enwickelten Ausserungen der Fall ist, deren ich oben bei dem Beispiel der Liebe Erwahnung tat.

Was weiter die Kennzeichen des Abstraktionsvermögens betrifft, so tritt in dieser Hinsicht in W.'s Anschauung die Lehre von dem freien Willen des Menschen deutlich in den Vordergrund. Diese Lehre ist jedoch bloss ein Lehrsatz katholischer Dogmatik. Auf wissenschaftlicher Grundlage kann man die Existenz weder bei dem Menschen, noch bei dem 1 iere nachweisen, und sieht man sich sogar zu der entgegengesetzten Annahme genötigt. Ja, der Wille ist sogaVwie ich es in den des öftern erwahnten Prolégomhies auseinandergesetzt habe, keineswegs das bedeutende selbstandige Vermogen, das die jetzige Psychologen in demselben zu erblicken meinen. Der Wille ist bloss eine Erscheinung, nanilich die, in der die Ausserung einiger Vorgange geistiger Keaktion, die anlasslich auf die Psyche ausgeübter Reize entsteht, sich dem Menschen darstellt. Er ist ebensowenig ein selbstandiges Vermogen, wie die Mimicry oder die Variabilitat selbstandige Naturkrafte sind, sondern wird nur, ebenso wie diese, durch die Unzulanglichkeit des menschlichen Denkvermogens als ein solchcs aufgefasst, auf die selbe Weise wie man auf manch anderm Gebietc allerhand Be-

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