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griffe personifiziert oder materialisiert werden sieht. Dieses Argument hat also keinen wissenschaftlichen Wert.

Was das Selbstbewusstsein betrifft, so erklart W. dieses fur ein geistiges Vermogen, das rein auf geistige Zwecke genchtet ist und durch die Erkenntnis der Zweckmassigkeit der betreffenden Handlungsweise gekennzeichnet wird. Er erklart dasselbe für etwas andres als das bloss sinnliche Bewusstsein, das in der Tierseele auftritt und also auch bei dein Menschen, insofern auch in seiner Psyche die sinnlichen Vorstellungsassociationen vorkommen, anwesend sein muss. Man würde auf die Weise bei dem Menschen zwei verschiedene Arten von Bewusstsein annehmen müssen, was doch gewiss sehr phantastisch klingt, oder aber, dass diese beiden Arten nicht ihrer Natur nach verschieden sind, sondern nur je nachdem die F unktionen, bei denen sie auftreten, in andrer Gestalt erscheinen. Alsdann aber entsteht, was das Bewusstsein betrifft, kein eigentlicher Unterschied hinsichtlich der Tierseele. Dass eine Überlegungsfahigkeit zu irgendeinem Bewusstsein führen könnte, ist eine Vorstellung, die notwendigerweise auf einer falschen Auffassung des sogenannten Bewusstseins beruhen muss, und giebt keinen vernünftigen Sinn. Ein freies, verstandesmassiges Handeln kommt auch schon bei den Tieren vor, wenn wir den eigentlichen freien Willen dahingestellt sein lassen, der ja überhaupt nicht angenommen werden kann.

Mit diesen Kennzeichen des Abstraktionsvermögens richtet also wenig aus; ebenso unrichtig ist es übrigens, dass der Mensch dasselbe allein besasse. Und wenn dies auch so ware, so würde sich daraus der von ihm behauptete Unterschied noch nicht ergcben. Da ja die psychische Entwicklung bei dem Menschen soviel weiter fortgeschritten ist als bei dem Tier, lasst es sich auch sehr gut denken, dass demzufolge bei dem Menschen auch höhere Vermogen entstanden waren, die bei dem Tiere noch nicht anwesend sind, ohne dass man deshalb einen qualitativen Unterschied in dem Wesen der Psyche, in der jene Vermogen vorkommen, und derjenigen, in welcher sie noch fehlen, anzunehmen brauchte.

Es hat natürlich seine eigenen Schwierigkeiten, das Vorhandensein dieses Vermogens bei den Tieren W. gegenüber

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