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zu beweisen, da ja nach ihm das, was er die sinnlichen Vorstellungsassociationen nennt, bei dem Menschen, „aufdas innigste verbunden und verwoben ist mit den sich daran anschliessenden Verstandeserkenntnissen, Abstractionen und Schlüssen , und er sogar „die geringen Abstractionen erster Ordnung , d. h. solche, die unmittelbar aus Sinneswahrnemungen und Gefühlen entstanden sind, dem Tieren nicht abspricht. Sodass also die Grenzen sehr vage sind. Aber deut'ich rechnet er doch die ebenerwahnte Möglichkeit zur Bildung generischer Begrifife aus spezifischer Wahrnemung, wie das Verbinden der einzelnen Farbenbcgriffe zum allgemeinen Begrift der I-arbe, zu dem Abstractionsvermögen, und erkliirt cr, auch wenn er den auf S. 255 — schon erwahnten Diebstahl, den eine Ameise verübt haben solle, für unmöglich halte, die Begrifife von Eigentum und Pflicht für solch' abstrakter Natur, die ausserhalb des Reiches der Tierseele gelegen seien. Das erstgenannte Vermogen findet sich jedoch keinewegs auch immer bei dem Menschen, und um dies festzustellen braucht man sogar nicht einmal erst bis zu den Wilden herunterzusteigen. Eine Eigentümlichkeit polynesischer Sprachen und so z. B. von der der Javanen, eines Volkes, das auf einer Entwicklungsstufe steht, die mindestens jener der gebildeten Völker Europas etwa um 1500 gleichkommt, und das eine auch in literarischer Hinsicht entwickelte Sprache besitzt, ist, dass in derselben jedesmal ein besonderes Wort für „auf dem Kopfe tragen", für „auf den Schultern tragen, für „auf dem Rücken tragen" für „auf der Hüfte tragen , für „auf den Handen tragen" und vielleicht dergleichen mehr angetroffen wird, jedoch kein Wort für den allgemeinen Begriff „tragen". So weit hat der Geist dieser Völker nicht zu abstrahieren gewusst. Auch dieses Vermogen ist also bei den Menschen verschiedenartig entwickelt, und ein derartiger Unterschied weist auf die Ungleichmassigkeit hin, die jede Evolution kennzeichnet. Bei einem Verstandesvermögen göttlicher Natur hatte man mit Grund mehrere Festigkeit und Gleichheit erwarten dürfen. Dass dieses Vermogen nun sich in der Tat bei Tieren nicht nachweisen lasst, kann also keinen Unterschied zwischen der

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