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Annahme einer noch niedriger entvvickelten und daher noch erblich durch starkc Bande festgelegten Form des Verstandes aus, die gleichwohl sich nicht qualitativ davon untcrscheidet ?

Gefühle und Wünsche eines Hundes, ja einigermassen seine Gedanke sind nicht selten an seinen Augen abzulesen, und wer dies gewohnt ist, muss wohl zu der Einsicht kommen, dass daraus der Ausdruck einer Tierpsyche laut wird, die allein dadurch, dass sich die menschliche Psyche ihrem Wesen nach nicht von jener unterscheidet, von den Menschen verstanden wird. Der Ausdruck ist denn auch öfters in der Tat ganz menschlich. Aber Herrn W. dürfte wohl weder der Mensch, noch das höhere Tier genügend bekannt sein, wenn er auch die Ameisen gut beobachtet hat. Die Lebensverhaltnisse, in denen er sich befindet, und die ihm zwar erlauben sich in der Gesellschaft zu bewegen, aber sozusagen gespensterhaft, ausserhalb dessen, was das innere Leben des Menschen erwarmt, ohne wahre Mannerfreundschaft wie ohne t rauenliebe, und ohne sich an irgendein Wesen, also auch nicht an einen Hund oder eine Katze hangen zu dürfen, dies alles muss ihn daran verhindern, so mit ihnen mitzufühlen, als nötig ist, um Mensch oder Tier gut verstellen zu können. Er betrachtet ihre Psyche wie der blosse Systematiker ihre Körperform betrachtet; ebensowenig wie letztrer, versteht er es, biologisch ihr Wesen zu erfassen. Die Weise, worauf er die Psyche bloss mittelst einer Definition zu erklaren versucht, oder, wie er pomphaft erklart, durch eine klare Analyse der psychologischen Begriffe, weist deutlich darauf hin. Anthropolog ist er allerdings auch nicht und persönliche Erfahrung in der Beobachtung der Entwicklung tiefstehender Völker fehlt ihm völlig. Solche Tatsachen, wie die von Geoffroy St. Hilaire bei einer Schimpanse wahrgenommene und die von Dr. Knauer über die Schimpanse Maja mitgeteilte, lassen sich nicht so einfachhin leugnen; und dergleichen Falie giebt es mehr. Eine mit der von dem genannten französischen Naturforscher erwahnten ziemlich übereinstimmende Handlung eines Orang-Utans, namlich das Losmachen eines Knotcns in einem Seil, mit dem eine Luke angebunden war, die der Orang-Utan offen haben wollte, ist auch vor vielen Jahren

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