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zurückwirken soll, so dass sich auf die Weise also die meincr Meinung nach noch ziemlich unverstandene Einwirkung des Schmerzens auf solche physischen Vorgange erklaren liesse ? So wird denn aber auch die Bildung der betreffenden Antikorper unter psychische Leitung stattflnden können.

Von dem psychischen Element scheint somit abhangig zu sein, ob die betreffende Disposition für Infektionskrankheiten vorhanden ist, oder nicht, und dies wirft dann, wie mir scheint, über die Disposition, die uns jetzt beschaftigt, ein ziemlich klares Licht. Denn auf Grund einer durchaus berechtigten Analogie wird also die Vermutung erlaubt sein, dass aussere Einflüsse gleichfalls nur dann zu einer adaptiven Umwandlung führen können, wenn und auf die Weise, wie das psychische Element dies für nötig halt. Es wird so der Anpassungscharakter derartiger Falie erklarbar und ebenso der Umstand, warum nicht immer solche Einflüsse derartige Umgestaltungen herbeiführen. Dass zwischen den beiden Fallen Analogie besteht, dürfte im übrigen wohl aus der Tatsache hervorgehen, dass, wenn dergleichen giftige Einwirkungen auftreten, eine Menge von Individuen sich ihnen nicht als widerstandsfahig erweist, und also jene psychische Kraft dann öfters offenbar nicht imstande ist, unmittelbar sich genügend zu widersetzen, sondern erst allmahlich die dazu erforderliche Kraft erlangen kann. Denn dies stimmt ja in auffalliger Weise mit dem kumulativen Charakter überein, der gleichfalls für die psychische Wirkung bezeichnend ist, wenn dadurch eine Anpassung an aussere Einflüsse zustande kommt.

Bei dieser Auffassung lasst es sich denn auch erklaren, weshalb dieselbe Umgebung oder andere aussere Einflüsse derselben Art bisweilen in langer Zeit zu fast keiner Anpassung führen, wahrend diese in andern Fallen schon bald eintritt, wie andererseits diese auch da, wo sie sich in langer Zeit nicht einstellte, doch spater noch auftreten kann. Denn das psychische Element hat nicht allein mit solch einem bestimmten Einfluss zu rechnen, sondern auch mit allen andern, die im ganzen Organismus auf das Protoplasma einwirken, und also auch mit den korrelativen Forderungen

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