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derungen herbeiführt. Darum stort sie nur den cvolutionellcn tortgang eines angcfangenen Umwandlungsprozesses. Die bloss chemisch-physikalischen Wirkungen jedoch, die dadurch verursacht sind, gehen weiter fort, können aber dann nur noch zu solchen Umwandlungen hinfiihren, die aus Mischung oder Trennung des schon Vorhandenen sich ergeben, und nicht zu solchen, die einen Fortgang der Evolution bedeuten. Sie können also auch keine neuen Arten hervorbringen. Jedes Individuum behalt dann seinen in dem Umwandlungsprozesse schon erreichten Standpunkt bei und übertragt diesen erblich seinen Nachkommen, in dem Sinne jedoch, dass er in der Regel durch die Kreuzung, die ich Panmixie nenne, bei allen Individuen auf einem gewissen Durchschnitt und somit auf eine gewisse Gleichheit reduziert wird. Gleichwohl können doch bei einer derartigen Panmixie einige im vorhergehenden evolutionellen Prozesse einigermassen schwacher aufgetretene Eigenschaften durch Kumulation sich eventuell kraftigen und sogar die Oberhand gewinnen. So kann dies z. B. in dem auf S. 190 envahnten Falie von Atavismus geschehen sein.

Die Tatsache, dass die bloss chemisch-physikalischen Prozesse, die urspriinglich durch psychische Wirkung entstanden sind, nicht inne halten, auch wenn jener psychische Einfluss zu wirken aufhört und obgleich damit auch die weitere evolutionelle Entwicklung abgeschlossen ist, lasst sich, meiner Meinung nach z. B. bei den Erscheinungen der Vererbung beobachten. Obgleich ohne Zweifel unter einer intelligenten und also psychischen Leitung entstanden, scheint dennoch der Fortpflanzungsprozess weiter bloss chemisch-physikalisch und also nicht unter psychischer Leitung zu verlaufen, und deshalb auch nur zu den sogenannten fluktuierenden Varietaten, nicht aber zu neuer Artbildung führen zu können. Denn, wie schon bemerkte wurde, nachdem der psychische Einfluss aufgehört hat, geht dennoch was dieser zuwege gebracht hat, nicht verloren. Es setzt sich dann jedoch diese Wirkung auf dieselbe Weise fort, wie das mit den Reflexbewegungen der Pall ist, die ebenso ihre Entstehung psychischer Wirkung verdanken.

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