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auch jene sehr kleinen Spriinge darunter verstehen wollte aus welchen sich naturgemass jede Veranderung zusammenS? ,^elch. letzere dennoch vor unsrer Wahrnehmung als eine allmahlich verlaufende erscheint. Wie ich ebendaselbst sagte, verhalt es sich damit, wie mit den Zeigern einer Uhr die immer weiterzugehen scheinen, die aber sich tatsachlich' stosswe.se fortbewegen. Wenn man nun auch alle organischen Veranderungen zu Atomen- oder sogar Elektronenbewe^ungen re uziert, so müssen diese auch wohl sprungweise zustande 'ommen. Dies ist jedoch nicht die Auffassung der Mutat.onstheorie von de Vries. Man merke auch wohl, dass wenn auch das plötzliche Auftreten der neuen OenotheraFormen sprungweise erscheint, dies doch nur für die Einzelwesen gilt. Das Auftreten jener veranderten Oenotheren ist ja nichts Anders als der Anfang des Hervortretens einer Artveranderung, wie sich diese erst nur bei den empnndlichsten Individuen oftenbart, um sich spater allmahlich je nach der individuellen Disposition weiter auszubreiten. Uie Art als ganzer—und hierin liegt ja die biologische Bedeutung — andert sich demnach nur allmahlich. Gewiss ist es dass der vor nicht langer Zeit entdeckte Umstand, dass noch' immer zwischen dem Menschen und den Anthropomorphen eine enge Verwandtschaft besteht, obgleich sich beide Zweige schon in langst vergangenen tertiaren Zeiten von einander getrennt haben, nicht auf schnelle Evolution deutet. Ebensowenig, wie der in meiner Abhandlung „ Ueber die sogenannten Schwanze der Lepidoptera" dargestellte Verlauf von dem Verkummerungsprozesse des prothorakalen Fusspaares dieser Insekten. Epistase scheint dennoch davon im letztern Falie nicht die Ursache zu sein, sondern nur die Tatsache, dass die Empfindlichkeit für diese bereits in der tertiaren Periode angefangene evolutionelle Umwandlung noch immer nur in sehr genngem Umfang entwickelt ist.

Ich erwahnte soeben, wieviele Tagfalter in Südamerika eine spezielle Amerikanische Form annehmen, und dass in diesem Umwandlungsprozesse mehrere Arten nur wenig fortgeschritten sind, sowie, dass dabei dann die beiden Sexen bisweilen noch einen Unterschied aufweisen, sodass die eine in

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