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ïhrer Uberbringung aus Texas in einen solchcn sehrgewöhnlichen Zustand der Epistase befand, in welchem der evolutionelle Drang nach Vcranderung bestandig kraftiger vvird, aber noch nicht soweit fortgcschritten ist, um sich schon aussern zu können, so lasst es sich verstehen, dass die ausserordentlichen Einflüsse, denen sie seitdem ausgesetzt wurde, den Entwicklungsgang so stark gefördert haben, dass dieser jetzt in die Erscheinung trat, d. h. einen Standpunkt erreichte, ter in gewissem Sinne mit dem iibereinstimmt, was de Vries eine Periode der Mutation nennt. Diese ware also so zu verstehen, dass dabei nur an den Endpunkt eines schon .ange stattfindenden Prozesses gedacht wiirde, an dem er schon genugend fortgeschritten ist um sich nach aussen zu zeigen. Aber zu gleicher Zeit wird es dann auch verstandlich, dass die Mutation auf einigermassen abnorme Weise stattgefunden haben kann. Wohl vollkommen normal ist die sehr ungleiche Weise, wie sie bei den Individuen fortschreitet, in der Mannigfaltigkeit, die jede Evolution kennzeichnet, warum denn auch, wie oben gesagt, die neuen Formen nur erst bei einigen Individuen auftreten, wahrend die meisten dazu noch nicht genügend fortgeschritten sind. Ungewöhnlich ware dann aber die Anzahl der neuen Formen. In letzterem, in der sogenannten ntstehung von Mutationen nach allen Richtungen hin, kann jedoch nichts Andres erblicken als ein abnorm gestei^ertes Hervortreten der Tatsache der selbstandigen Entwicklung einzelner Organe, die ich schon früher erörtert habe und woruber ich spater noch sprechen werde. Einen solchen akter weisen doch tatsachlich die Unterschiede auf, die zwischen diesen neuen Formen und der Stammform auftraten. Dass ubrigens eine jede dieser Formen sich selbst wieder rein erzeugt, ist selbstverstandlich, da sie ja evolutionneller Art sind. Wenn dabei von den obenerörterten fluktuierenden Varietaten die Rede ware, würde dies nicht der Fall sein; aber Individuen, die bis zu einer höhern Stufe der Evolution aufgestiegen sind, pflanzen sich natürlich auf demselben Standpunkte fort. Bei diesen kann die frühere Form nie mehr vor<ommen; sogenannte Rückschlage sind dann unmöglich Dass weiter bei der Entstehung neuer Formen die ursprüngliche

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