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ais dass man darin die Wirkung ein und derselbcn Ursache er ickt, und dann wird die Anwesenheit dieser Ursache also sehr wahrscheinlich. Mehrt sich nun die Zahl oder die Wicht,gke,t solcher Indizien erheblich, so würde die Wahrscheinhchkeitsrechnung hinsichtlich der Möglichkeit jenes Zu alls, in Ziffern ausgedrückt, zu Zahlen führen, wie die welche die Distanzen der Erde von den festen Gestirnen ange en. Man darf diese Möglichkeit von menschlichem Gesichtspunkt fur unendlich klein halten und als solche vernac assigen. Man erlangt also die möglichst grosse Wahrscheinlichkeit. Man beachte jedoch immer genau, dass derartige Indizien nur aus auf ernste Beobachtung oder daraus abgeleitete logische Schlüsse sich gründenden und demnach selbst schon sehr wahrscheinlichen Tatsachen hervorgehen konnen. Blosse, unbewiesene Behauptungen können niemals ^ne"; und Hypothesen allein dann, wenn sie auch wissenschafthch begründet sind und dann mit andern mehr direkten Indizien übereinstimmen.

Um die Art und den Wert solcher Indizien recht deutlich zu machen, sei es mir erlaubt, hier etwas über die juristische Beweislehre im Knminalprozess mitzuteilen, auf welchem Geder Zwang der Notwendigkeit diesen Gegenstand menschhcher Wissenschaft am meisten ausgebildet hat, was jedoch den meisten Naturforschern als nicht-Juristen wohl unbekannt sein dürfte.

<; ^ Mh TSrtrajfrichter muss' um zu der Überzeugung der c uld des Verdachtigten zu gelangen von Beweismitteln Gebrauch machen. Als einfachstes erscheint wohl, das Bekenntnis. Aber es bedarf wohl keines Beweises, dass dieses be. we.tem nicht immer, und, besonders in den wichtigsten Fallen, nur wen,g dienen kann. Bei manchen Vólkern wird e.n Verdacht,gter nur selten seine Schuld eingestehen. Gewisse Begnffe von Ehre oder Stolz veranlassen ihn, sogar gegenuber den uberzeugendsten Tatsachen, seine Unschuld Ml. . La"P ' Tflter huten Sich gerade die gefahrlichsten ia Erf h ' f ^eru erbrecber> wohl davor - sie haben ja Erfahrung auf d.esem Gebiete - ihrc Schuld zu gestehen

va ren bei den komplizierten, grossen, von intellektuell'

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