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tatigkeit der beschlcunigten Einsicht nahc kommen werde, die vvir Intuition nonnen, welche ja, wo es sich um zukünftige Begebenheiten handelt, vielfach für uns den Charakter einer Prophezeiung annimmt und als solche uns meistens als übernatürlich erscheint. Kommt dem Menschen doch in der Regel alles, was über seinen Begriff geht, übernatürlich vor.

Ich muss hier auch noch auf einen andern Ausfiuss derselben Unkenntniss über die Beweislehre hinweisen, über den ich schon oben auf S. 22 in meiner Antikritik gegen WASMANN gesprochen habe. Ich meine die Vernachlassigung des Grundsatzes, dass derjenige, der eine Behauptung aufstellt, diese zu beweisen habe, bevor ihr ein wissenschaftÜcher Wert zuerkannt werden kann. Bis dahin ist die Behauptung nur loses Geschwatz und hat sie keine wissenschaftliche Bedeutung. Es ist dann also völlig überflüssig, den Beweis zu liefern, dass sie unrichtig ist. Niemand ist dazu berechtigt von dem, der eine solche These ablehnt, diesen negativen Beweis zu fordern. Erst gilt's einen positiven Beweis zu erbringen, und dagegen können dann eventuell Bedenken erhoben werden, die selbstverstandlich auch wieder bewiesen werden mussen. Von der Frage ob dadurch jener positive Beweis erschüttert wird oder nicht, hangt dann die wissenschaftliche Berechtigung der aufgestellten Behauptung ab. Erfolgt dieser Beweis der Bedenken, so bleibt wieder nichts als eine These ohne Beweis übrig. Bei jeder ernstlichen wissenschaftlichen Behandlung irgendeines Stoffes hat man also eine solche Diskussion herauszufordern, damit auf diese Weise die Frage entschieden wird, ob irgendeine Behauptung von der Wissenschaft anerkannt werden kann, also bei weiteren Studium als Grundlage in Betracht kommen darf. Dieses Ziel kann aber nur durch eine regelrechte Diskussion erreicht werden, in welcher streng darauf geachtet wird, dass, wer eine These aufstellt, die Verpflichtung übernimmt, dieselbe zu beweisen, und solange dies nicht geschehen ist, solch eine Sentenz nicht oder höchstens — wenn sie wenigstens einigermassen begründet erscheint — als eine Hypothese gelten darf.

Von diesem allem nun erblickt man bei den meisten, die

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