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Phanomen noch nicht völlig zu erklaren, aber wohl war ich imstande festzustellen, dass die landlaufige Auffassung, die sie den Nahrungs- oder Fortpflanzungsbedingungen zuschreibt, ein Irrtum sein müsse, und habe ich die begründete Vermutung ausgesprochen, dass dabei von eigentlichen Reisen gar nicht die Rede sei und jene Erscheinung wohl eine sehr gewöhnliche sein könne, die nur dann und wann unter besondern Umstanden starker hervortrete. Weiter habe ich durch viele Vergleichungen die Punkte angeben können, auf welche spatere Wahrnehmungen speziell ihre Aufmerksamzu "chten hatten, wodurch die Möglichkeit eröffnet wurde, vielleicht allmahlich diese Erscheinung zur Klarheit zu bringen. Nur auf jene Weise kann sie geschehen und a auf d'esem Wege gemachte Wahrnehmungen dürften a so jetzt als wissenschaftlich gelten. Aber Prof. Dr. Vosseler scheint davon auch wieder nichts zu wissen, und so hören wir nur, dass auch er in Afrika gesehen hat, was andere anderswo schon gesehen haben, etwas, das freilich nicht aller Bedeutung

entbehrt, aber dennoch die Wissenschaft nicht fördert wah-

rend sich doch die Gelegenheit dazu vielleicht geboten hatte.

Es dürfte hier auch wohl am Platze sein, auf einen ferneren Mangel hinzuweisen, der den Ernst der biologischen Studiën stark beeintrachtigt. Ich meine die Tatsache, dass vielfach ein Autor einigen Ausdrücken oft eine andere Bedeutung beilegt, wenigstens eine sehr modifizierte, als die, welche andere ihm zuerkennen. Ein grosser Mangel, der in der juristischen Wissenschaft wohl bekannt und dem man da durch den Gebrauch von Definitionen abzuhelfen versucht von denen es nicht erlaubt ist abzuweichen, ohne dies wenigstens ausdrücklich gesagt zu haben. So verhalt es sich jetzt mit Naturselektion, Kampf ums Dasein, u. s. w. Ich habe schon wiederholt darauf hingewiesen. Ordnung ist ein Erfordernis jeder ernsten Wissenschaft, so auch der Biologie Dergleichen Praktiken schaffen aber nur Verwirrung.

Eine oft sehr ungenügende Kenntnis und Fahigkeit zur Beurteilung der Tatsachen und eine ausserst mangelhafte, wenn nicht ganzlich fehlende piiiiosophische Methode bei deren Verarbeitung spielen also jetzt eine grosse Rolle in

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