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DAS WESEN DES EVOLUTIONELLEN UMWANDLUNGSPROZESSES.

Wo die betreffende höhere geistige Kapazitat von Natur fehlt, muss man sich bescheiden und ist es nur wünschenswert, dass man sich auf eine solche Arbeit beschranke, die mit dem Masse der vorhanaenen Fahigkeit übereinstimmt, dass man also die biologischen Fragen zum grössten Teil beiseite lasse. Aber auch da, wo die Kapazitat vorhanden ist, kann doch die Mangelhaftigkeit der erworbenen Kenntnisse die Ursache sein, dass biologische Studiën nicht in erforderlicher Weise gemacht werden und somit auch nicht zu nützlichen Resultaten führen können. In der Tat ist dies keine seltene Erscheinung. Zunachst, was die oben besprochene philosophische Bildung betrifft. Diese, wie ich sie dort beschrieb, und also keineswegs eine doktrinare philosophische Ausbildung, sollte einem jeden, der sich zu höhern Naturstudien vorbereitet, durch Belehrung und Uebung beigebracht werden. Hier bleibt jedoch bis jetzt sehr viel zu wünschen iibrig und die biologischen Studiën tragen in starkem Masse die Spuren dieses Mangels. Weiter können die auf naturwissenwissenschaftlichem Gebiete gewonnenen Kenntnisse auch dadurch ungenügend sein, dass die bei deren Erwerbung eingeschlagene Richtung zu spezialisiert war, wahrend doch eine grosse Tiefe die erforderliche Breite nicht ersetzen kann. Im Zusammenhang damit kann dann auch stehen, dass man sich nie ernstlich mit dem beschaftigt hat, was als das Hauptprinzip der heutigen zoologischen oder botani'schen Wissenschaften betrachtet werden muss, und also nie versucht hat grundlich das Wesen von dessen zu erfassen, was als Evolution bezeichnet wird, ohne welchen Begrift aber,

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