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DIE IDENTITAT DER PHYSISCHEN UND DER PSYCHISCHEN EVOLUTION.

Sovvohl auf S. 39 ff. von M. S. D., wie oben, \vo ich die selbstandige Evolution der Organismuseinheiten besprach, und weiter noch beilaufig an vielen Stellen in diesem Werke, habe ich darauf hingewiesen, dass der Evolutionsprozess sich nicht allein ebenso auf psychischem Gebiete in der ganzen Kulturgeschichte der Menschheit beobachten lasst, wie auf dem Gebiete der Entwicklung der physischen Bildungen, sondern dass auch die Weise, worauf er psychisch vor sich geht, ganz denselben Charakter tragt wie der Vorgang, den uns die physische Entwicklung erblicken lasst. Offenbar werden beide Prozesse von einunddemselben Prinzip beherrscht. Im folgenden Kapitel, wo ich den Vitalismus behandeln werde, werde ich darauf zurückkommen und diese Parallelerscheinung auch zu erklaren versuchen. An diesem Orte möchte ich daher nicht tiefer hierauf eingehen, muss sie jedoch speziell ervvahnen, um die Aufmerksamkeit auf sie zu lenken als auf eins der Hauptprinzipien, die nach meiner Überzeugung beim Studium der Biologie, wie ich mir dasselbe vorstelle, mehr in den Vordergrund gerückt werden mtissen.

Es liegt in dem, was auf diese Weise durch Vergleichung zur Erklarung der physischen Lebenserscheinungen herangezogen werden kann, ein Schatz von Kenntnissen, die heute in den biologischen Studiën nur allzusehr vernachlassigt werden. Es dürfte hier genügen an die grosse Bedeutung zu erinnern, welche diese Behandlungsweise, wie ich bereits auf S. 156 ff. von M. S. D. andeutete, für die Beantwortung der Frage über die Vererbung erworbener Eigenschaften hat. Auf S. 186 in M. S. D. und oben auf S. 272, und an andern Stellen besprach ich bereits diesen

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