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könne. Überaus deutlich setzt er dies auseinander, sowohl in seinem bereits citierten Werke, wie auch in einer spatern Schrift. ') Aber er bleibt nicht wie die beiden ebenerwahnten Gelehrten auf diescm Punkte stehen und verteidigt nicht die Meinung, dass hier ein unübersteiglicher Schlagbaum den Naturforscher an der weitern Untersuchung verhindere. Er scheut sich auch gar nicht, auch die Psychologie in den Bereich dieser Untersuchung zu ziehen. Er erklart im gegenteil mit Recht, dass dieses Studium unumganglich sei, wenn man die Wirkung dieses psychischen Einflusses verstehen wolle. Wenn jene beiden Gelehrten diese Wirkung einer ausserhalb des Organismus liegenden und demselben beherrschenden geistigen Macht zuschreiben, nimmt er dahingegen ein in dem Organismus selbst gegenwartiges und in demselben wirkendes Prinzip an. Er meint deshalb der organischen Substanz eine psychologische Grundeigenschaft beilegen zu mussen und stellt sich in der Hinsicht auf den von ihm mit den Worten K. c. Schneiders' wiedergegebenen Standpunkt, nach welchem dieser „eine besondere Energieart, eben eine vitale oder psychische, die sich an den biologischen Stoffen und zwar an deren lebenden Bausteinen, den Biomolekülen betatigt", annimmt. Er halt also die Lebenserscheinungen für psychophyschischer Art, die einer dem organischen Stoffe selber eigenen psychischen Energie entspringen, welche als ein allenthalben der organischen Materie immanentes, urteilendes Prinzip, je nach dem Bedürfnis, zweckmassig, auf physischem Wege, dem genügt, und in der Weise jene Erscheinungen zuwege bringt, deren leitendes Prinzip eben die Zweckmassigkeit ist. Seine Lehre findet, nach ihm, vor allem ihren Rückhalt in dem Umstand, dass sie dem Kausalgesetze und dem Gesetze von der Erhaltung der Energie entspricht. Sie beseitige namlich das wichtige Bedenken der Physiologen gegen den Einfluss einer psychischen Kraft auf die Lebenserscheinungen, dass es zwischen den physiologischen und den psychischen Phanomenen keinen Kausalnexus

I) Erliiuterungen zur Darwin-Lamarckschen Fragc. Beilage zur Allgemeitien Zcitung vom 27 Mai iqo6.

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