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evolutionellen, durch einen korrelativen Reiz entstandenen, und durch psychische Wirkung ausgelösten Drang. Die Tatsache dann, dass dieser Prozess sich auf die ervvahnte Weise immer fortgesetzt hat, kann so verstanden werden, indem man annimmt, dass derselbe korrelative Drang, der jenen veranlasste, sich fortdauernd auch in allen folgenden Generationen ofïfenbart, und den Fortgang des Prozesses stets und ebenso auf psychischem Wege in derselben Richtung geleitet hat. Will man nun jenen Drang ein Bediirfnis nennen, und jene psychische Leitung als die Reaktion darauf betrachten, so soll es mir recht sein. Ich sehe in demselben einen — wie ich es nenne — innern Reiz. Ich kann jedoch in einem solchen nur wenig zwingende Kraft erblicken und eine Erklarung dieses Prozesses der Formveranderung als eine Befriedigung irgendeines Bedürfnisses, nach der Theorie von P., will mich nicht befriedigen. Übrigens ist es nicht einmal gewiss, dass hier solch ein korrelativer Drang die Ursache gewesen ist. Auch an eine rein psychische Wirkung aus eigner evolutioneller Bewegung oder eigner Einsicht, wie man es nennen könnte, kann hier, wie ich auf S. 296 angab, wohl gedacht werden, und dann würde bloss von einer psychischen Aktion, aber von keiner Reaktion die Rede sein, und, wenigstens im Sinne P.'s, kein Bediirfnis entstehen können. Die Möglichkeit einer solchen Aktion passt nun zwar in P.'s, Lehrgebaude nicht, aber ist damit noch nicht ausgeschlossen. Allerdings scheint es mir, dass seine Theorie auch der Möglichkeit von innern Reizen zu wenig Rechnung tragt. So erklarte denn auch Dr. E. DACQUIÉ in einer Besprechung') von P.'s Werk, die Zweckmassigkeit der Einrichtungen und Lebensausserungen bloss als die Anpassung der Teile an die durch die Aussenwelt bedingte Lebensbedürfnisse, und erachtet dies für die wesentlichste Eigenschaft des Lebendigen gegenüber dem Unbelebten.

Schliesslich weist auch hier wieder die Vergleichung mit dem, was auf rein psychischem Gebiete stattfindet, auf das Unannehmbare, dieser Auffassung. Auf S. 190 von dem

1) Darwinisinus ttml Lamarckismus (Die Prophylecn vom 16 Mat igoój.

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