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wohl der Umstand zu sein, dass bei Wegnahme bestimmter Gehirnteile, auch bestimmte psychische Funktionen aufhören. Dies bevveist aber nicht, dass diese aus jenen Gehirnteilen hervorgehen. Uas namliche wiirde ja auch geschehen, wenn hierbei nur die Rede ware von Organen, die bloss als Instrumente einer solchen psychischen Tatigkeit dienen. Die 1 atsache, auf welche DriesCH die Aufmerksamkeit lenkt, dass bei einer derartigen Wegnahme andere Teile des Gehirns jene Funktionen wenigstens zu einem Teil übernehmen können, wie auch die auf S. 267 erwahnte Mitteilung von FrancÉ, weisen vielmehr daraufhin, dass in einem solchen Falie die Tatigkeit selbst nicht vernichtet wird und diese also wohl nicht als ein 1'rodukt — wenn man sich diesen auch nach der Auffassung P.'s denkt — solcher besonders entwickelten Zeilen betrachtet werden muss. Es ware vielleicht möglich experimentell zu untersuchen, inwiefern die \\ egnahme solcher Gehirnteile Finfluss ausiibe auf die Hildung jener künstlichen innern Organe, deren Bildung P. durch die Mitwirkung der höchstentwickelten Zeilen erklaren zu müssen meint. Dass es in dem Organismus verschiedene Arten von Zeilen mit verschiedener Kapazitat giebt, ist zwar physisch eine 1 atsache, aber, wenn nun P. gleich behauptet, dass offenbar die einzelne Zelle in der Physiologie dieselbe elementare Rolle spiele, wie sie es in der Anatomie tue, so zeigt sich mir doch nichts, weshalb man dazu berechtigt ware, dies auch auf das psychische Gebiet zu iibertragen. Im Gegenteil, es scheint mir wenig dem vermutlichen Charakter eines nicht der raumlichen Materie angehörenden Elements, wie des psychischen zu entsprechen, wenn man sich dieses in seiner Verbindung mit der raumlichen Materie auch geradeso raumlich eingeteilt vorstellen wollte. Kunn man hier doch die Lokalisierung einiger geistiger Vermogen in bestimmten Gehirnzellen nicht zum Beweis jener Auffassung anführen. Denn abgesehen von dem soeben bei Driescii besprochenen relativen Charakter dieser Lokalisation, kann man diese auch einfach als eine Einrichtung bestimmter Zeilen zu einem bestimmten Zweck verstehen. Die Auffassung von P. ist jedoch andrer Art und geht auch

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