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solch eine Umbildung und Entwicklung stattfinden kann, und dies zwar offenbar als ein Vorgang gleicher Art, obgleich er, wie die Psyche selbst, von der er eine Ausserung ist, einen selbstandigen Charakter triigt. Meiner Meinung nach deutet dies unverkennbar daraufhin, dass das in der Weise unter denselben Einflüssen wie die raumliche Materie umbildbare Medium, in welchem dergleichen denen der genannten Materie analoge Prozesse vorgehen, also wohl ein Medium sein muss irgend einer materielier Natur, wenn diese Materie auch von einer andern Art und für den Menschen nicht sichtbar oder fühlbar sein kann.

Eine derartige Paralellerscheinung zeigt sich mir, worauf ich schon in den Prolégomènes meiner mehrenwahnten Études hinwies, in dem Egoismus. Als ein Prinzip, das die Lebenserscheinungen der raumlichen Materie beherrscht, offenbart sich der Egoismus in der notwendigen Fürsorge für die Selbsterhaltung, aus dieser Fürsorge entwickelt sich dann aber nicht nur ein durch eignes Interesse geleitetes Streben, auch da, wo dieses nicht mehr absolut notwendig ist, sondern auch, sobald aus der ursprüngliche Zelle viele andere entstehen, die jedoch auch noch gemeinsame Interessen behalten, die gerade entgegengesetzte Richtung des Altruismus. Die Fürsorge für die Selbsterhaltung nimmt dann aber noch immer die erste Stelle ein. In den zwei grossen Funktionen, die das materielle Leben beherrschen, die der Assimilation oder Ernahrung und die der Fortpflanzung, lassen sich die Rolle des Egoismus und die des Altruismus deutlich erkennen. Die Entwicklung der letztgenannten Funktion mit der damit verknüpften Trennung der Sexen, führte, wie ich es an erwahnter Stelle ausführlicher auseinandergesetzt liabe, durch die Anziehung der Sexen zueinander, spater auch durch ihr Zusammenleben und die gemeinschaftliche Fürsorge für die Jungen, zu einer besondern Kraftigung des altruistischen Prinzips. Auf dem rein psychischen Gebiete finden wir nun den Egoismus und den Altruismus in ahnlicher Weise die zwei grossen Richtungen vor, die das Empfindungsleb<;n des Menschen beherrschen, jedoch in selbstandiger Entwicklung. Die Sorge für die Selbsterhaltung

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