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das ermöglicht hat. Dass dies in der Tat die Folge davon ist, dass man überhaupt zu einer höheren intellektuellen Entwicklung gelangt ist, geht aus der Tatsache hervor, dass sich Ahnliches auch anderswo ausserhalb der Wissenschaft als ein Fortschritt des menschlichen Geistes beobachten lasst. Überall sieht man doch, wie dieser sich von den früher unentbehrlichen Requisiten der Verpersönlichung und der Dogmen immer mehr lossagt. Auf dem religiösen Gebiete sind die Klagen iiber den Verfall der Religion und die Zunahme des Unglaubens so allgemein, dass hier wohl keine nahere Auseinandersctzung nötig erscheint. Auch auf dem politischem Gebiete ist die Neigung, sich die Autoritat des Staates verpersönlicht zu denken, in der Abnahme begriffen. Alle jüngern Staatenbildungen in ganz Amerika sind Republiken, und die politische Entwicklung in Süd-Afrika und Australien folgt offenbar derselben Richtung. In Europa hemmt zwar die Kraft des Überlieferten den Fortgang dieser Entwicklung, aber ihre Existenz lasst sich dennoch auch da nicht leugnen. Was die Dogmen betrifft, so sucht man auf jedem Gebiete sich von ihnen frei zumachen, auch auf dem des Darwinismus.

Und was sieht man nun weiter auf religiösem Gebiete? Wenn der nicht wissenschaftlich Entwickelte diesen Drang nach Verpersönlichung nicht mehr fühlt, macht sich ebenso öfters eine, wenn auch unbewusste, starke Neigung geltend, zu der genannten ursprünglichen Aufïfassung zuriickzukehren, zwar nicht zu dem reinen Animismus, da bei solchen Personen die Neigung zur Verpersönlichung meist nicht ganz verschwunden ist, sondern zum Spiritismus. Das Tischrücken und allerhand anderer Okkultismus tragen deutlich diesen Charakter zur Schau. Es ist das nahmliche also wie das, was jetzt in der Wissenschaft auftritt, aber in der Weise, wie es sich bei den nicht wissenschaftlich Gebildeten aussert.

Wo diese Bewegung aber unbewusst fortschreitet reist sie mit der Religion auch den moralischen Grundsatz mit, dessen evoiutioneile Entwicklung ebenso darin ihre Verpersönlichung gefunden hattc, und in derselben Weise mit dem monarchistischen Grundsatz auch den der gesellschaftlichen Ordnung.

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