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VORWORT.

Die gunstige Aufnahme meiner Dissertation „De Graecorum diis non referentibus speciem humanam" (Lugd. Bat. 1900) hat mich veranlasst, eine zweitc Ausgabe dieser Schrift zu veranstalten. Wahrend der Kern des Werkes, die Materialiensammlung, im grossen und ganzen unverandert geblieben ist — insofern die Zusatze keine Aenderung der Anordnung verursacht haben — sind der erste und dritte Teil verschmolzen. Die Terminologie der vergleichenden Religionsgeschichte mit ihrem Animismus, Fetischismus u. s. w. habe ich jetzt aus dem Grunde vermieden, weil man diesen Ausdrücken so viele verschiedene Bedeutungen beizumessen pflegt. Was den Totemismus betrifft, so wissen wir so wenig über seinen Ursprung und die Rolle, welche er in der Religionsgeschichte gespielt hat, dass die grösste Vorsicht und Massigung auf diesem Gebiete geboten ist. Ich werde mich daher auf die Erwahnung einiger Tatsachen beschranken, welche vielleicht mit dem Totemismus in Verbindung zu bringen sind. Die Haupttriebfeder der Stein-, Klotz-, Baumund Tierverehrung scheint mir der Glaube zu sein, dass sie beseelt seien oder Geister in ihnen hausen, welche dem Menschen schaden oder nützen können, und deren Gunst er sich durch Opfer und Gebete zu erwerben sucht. Der Symbolismus ist nach meiner Ansicht dem primitiven Menschen ganz fremd; er fordert eine Gedankenkombination, die er nicht

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