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abcr ist es, dass wir in den primitivcn Kuiten der Griechen eine Mischung von drei Bestandteilen zu erkennen haben: urgriechisch, indogermanisch und semitisch; letzterer aber, wie gesagt, in geringem Grade und keineswegs vorherrschend. Eine strenge Schcidung zwischen den verschiedenen Bestandteilen lasst sich noch nicht durchführen. Es gibt indesscn mehrerc Kulte, welchc bestimmt unhellenisch sind, wie z. B. derjenige des Zeus Kasios oder Keraunios in Seleukeia in Syrien, und die Vcrehrung der heiligen Steine in Chalkis am Libanon, Adada, Synnada, Pessinüs. Nicht griechischen Ursprungs sind auch die Aphrodite von Paphos, Zeus Dolichenos in Tarsos, das Steinidol der Münzen von Mallos, die Artemis von Perge u. s. w., deren Kulte allerdings im zweiten Teil erwahnt, aber zur Bezcichnung ihres fremden Ursprungs mit einem Kreuz bezw. Stern versehen sind. Bei mehreren Kultorten ist die frühere Bevölkerung (wie z. B. die Minyer in Orchomenos), oder, wenn es Koloniën sind, die Mutterstadt angegeben, weil es sehr wohl möglich ist, das die primitiven Kulte auf jene Völker oder Stadte zurückzuführen sind.

§ 17. Mit der Frage nach der Herkunft dieser Kulte hangt ein anderes, ebenfalls höchst schwieriges Problem einigermassen zusammen. Wie hat man sich das Verhaltnis zwischen den heiligen Steinen, Pfahlen, Baumen, Tieren und den mit denselben in Beziehung stehenden höheren Göttern zu denken? Woher kam es, dass Apollon, der Lichtgott, als'Aywfv? in einem Obelisk wohnte, und Wolf, Delphin und Lorbeer ihm geweiht waren? Weshalb thronte Zeus, der Himmelsgott, zu Dodona in einer Eiche, zu Gythion ') in einem Steine? Diese Frage ware ganz unlösbar, wenn nicht den Kuiten der höheren Götter wie denen der niedrigen der-

1) Paus. III 22, 1; siehe unten II § 47.

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