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§ 37- Ausser den mit Köpfcn verschenen Steinen und Hölzern gab es bei den Griechen noch eine andere Art von Bildern, welche nur zum Teil die menschliche Gestalt nachahmten. Die früher in Tiergestalt abgebildeten Tiergötter wurden unter dem Einflusse des Anthropomorphismus durch halb inenschen-, halb ticrgestaltige Bilder reprasentiert. Diese Idolc bildeten allerdings keinen Uebergang von cinfachen Göttersitzen (dcnn das waren die Tiere selbst) zu Nachahmungen der Göttergestalt, wohl aber von tierförmigen Idolen zu menschcnformigen. Dennoch erwahne ich sic hier, weil auch sie, wie die Hermen und die mit Köpfen versehenen Pfahle, durch ihre halbmenschliche Gestalt beweisen, wie die primitiven Kulte allmahlich unter den Einfluss des Anthropomorphismus gerieten ').

In Phigaleia stand im Tempel der Demeter, welche Göttin chemals von den Arkadern in Pferdegestalt gedacht wurde, wie die Mythen dieses Landes uns zeigen 2), ein Bild derselben mit einem Pferdekopf3). Am selben Orte brachte der untere Teil der Artemis Eurynome4) den Verehrern die ehemalige Fischgestalt dieser Göttin in Erinnerung, wahrend das Selenebild in Elis 5) nur noch durch seine Hörner andcutete, dass die Selene früher in Stiergestalt verehrt wurde.

1) Hoernes (S. 148) meint, dass die Vorstellung menschengestaltiger Gottheiten mit Tierköpfen, Tierfellen u. s. w. aus der Gewohnheit entstanden sei, den vom Priester oder Schamanen mit Hilfe von Masken, Tierfellen und anderen Mitteln nachgeahmten Gott in halber Menschengestalt zu erblicken. Mir scheint vielmehr der allmahliche Sieg der anthropomorphen Idee die Hauptursache gewesen zu sein; vielleicht hat aber die Sitte der Priester, den Tiergott nachzuahmen (unten I § 48), diesen Sieg beschlcunigt.

2) II § 263.

3) Paus. VIII 42, 3, unten II § 263.

4) Paus. VIII 41, 6, unten II § 265.

5) Paus. VI 26, 6, unten II § 266.

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