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aufgestellte Bilder, welche man gar nicht mehr mit den Göttern in Verbindung brachte und deren Anbetung aus anderen Gründen erklart wurde, wie z. B. die eherne Ziege, welche die Phleiasier verehrten, damit das Ziegengestirn ihren Weinstöcken nicht schaden sollte '), und der Esel, der die Bewohner von Nauplia das Beschneiden des Weinstocks gelehrt hatte 1).

§ 46. Der Kult der Tiere selbst war ebenfalls nicht ganz erloschen, aber der Anthropomorphismus hatte ihn beschrankt auf die Pflege der heiligen Tiere in den Tempeln der menschengestaltigen Götter. Denn wie die meisten Tempel oder Heroenheiligtiimer von heiligen Baumen umgeben waren 3), so befanden sich auch in oder bei vielen Tempeln heilige den Göttern geweihte Tiere4). Bisweilen gaben sie Orakel, d. h. ihr grösserer oder geringerer Appetit bezeichnete das Wohlwollen oder den Zorn des Tempelgottes 5). In den Heiligtümern des Asklepios wurden auf diese Weise Schlangen, in dem der samischen Hera Pfauen, und im Tempel des Apollon Smintheus zu Hamaxitos Mause gepflegt.

§ 47. Die übrigen Reste des Tierkults sind freilich schwacher, aber doch erwahnenswert. Es sind die folgenden:

[ 11 Die Tiere, welche man bisweilen auf den Handen oder Schultern der Götterbilder sitzend oder neben ihnen stellend dargestellt sah, deuteten auf einen Zusammenhang dieser Tiere mit den betreffenden Göttern, vielleicht sogar auf ihre frühere Gestalt. Ausser Zeus Aëtophoros ist Hermes Krio-

1) I'aus. II 13, 6, unten II § 261.

2) I'aus. II 38, 3, unten II § 262.

3) Vgl. II §§ 128—134, 207—211.

4) II §§ 248—254.

5) II § 238, 240, 24!, 252.

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