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A/0S1/ Xiirxpov TrpofKuviï" scheint sich auf einzelne Steine, nicht auf Steinhaufen zu beziehen. Vergleichen wir Lukian. Alex. 30, wo er von einem aberglaubischen Römer sagt: „kx) ei póvov icov kiiov !j kneQxvunivov öexvxiro, irpotr-

niittuv eiidiig kx) npoaKVVüv kx) lir) iroXv irxpevTug kx) eO%o'ftevog kx) Txyxdot Ttxp xvtov x'itwv," und Apul. Flor. 1: „neque enim iustius religiosam moram viatori obiecerit aut ara flori-

bus redimita etc vel lapis unguine delibutus." An diesen

Stellen ist ebenfalls nur von einzelnen Steinen die Rede, weshalb mir die Meinung des Casaubonus richtig zu sein scheint und ich die gesalbten Steine von den Hermaia unterscheiden möchte. Es ist indessen merkwürdig, dass auch die ersteren an den Scheidewegen aufgestellt waren; sie wurden aber nur von aberglaubischen Leuten verehrt, wahrend jedermann auf die Hermaia, an denen er vorüberging, einen Stein warf. Vielleicht waren die gesalbten Steine Sitze anonymer Geister gewesen, sodass sie spater nur von aberglaubischen Leuten verehrt wurden, wahrend die Hermaia dagegen deshalb die Verehrung aller Griechen genossen, weil sie dem Hermes gewidmet waren.

§ 80. Wie sind nun die Hermaia zu deuten? Schmidt's Hypothese ist zwar sehr sinnreich, aber eine derartige Symbolik ist dem primitiven Menschen überhaupt ganz fremd; er tötet den Verhassten selbst, eine symbolische Rache kennt er nicht. Eine ganz andere Erklarung giebt Hart land (Legend of Perseus II S. 205 ff.). Seiner Ansicht nach hat die über die ganze Welt verbreitete Sitte, Steine auf heilige Steinhaufen zu werfen, denselben Grund wie das ebenfalls sehr allgemeine Werfen von Pflöcken in heilige Quellen, oder das Einschlagen von Nageln in heilige Bilder oder Baume, oder in die Wand eines Tempels. Allen diesen Gebrauchen, sagt er, liegt die Idee zu Grunde, man komme dadurch in Kon-

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