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Immerwahr (S. 155) führt zweifelnd die Diktynna-Mythe an (Kallim. Dian. 189 ff., Paus. II 30, 2). Vgl. Pre 11e rRobert I 317, 480, Bérard 97 ff. Ueber die Ketten siehe Lobeck Aglaoph. 275, Creuzer Symbolik II 615, Bérard 99 ff. '); vgl. Paus. III 15, 7 (Bild des Enyalios in Sparta), Paus. III 15, 11 (Bild der Aphrodite Morpho in Sparta).

Bérard meint, es sei eine semitische Göttin, weil auf mehreren syrischen Monumenten derartige, mit einem Maander verzierte Gestalten dargestellt sind J); den Grund der Identifizierung der Göttin mit der Artemis sucht er im Halbmonde, der fast immer auf jenen syrischen Monumenten als Attribut solcher Fischgötter vorkommt. Ueber derartige Entlehnungen vgl. § 264; wir können als sicher annehmen, dass dieser Kult von der Siid- oder Westküste des Peloponnesos eingeführt war. Vielleicht stammte er aus dem Oriënt (Babylonien?), aber auch die Griechen selbst können ganz gut selbstandig zu derartigen Mischgestalten, Uebergangsformen vom Tierzum Mensch-Gott, gekommen sein.

Farnell (II 522, Taf. XXIX#) giebt die Abbildung und Beschreibung einer boiotischen Vase geometrischen Stils ('E4> 'Ap%. 1892, Taf. 10, 1, S. 212; Hoernes S. 160 Fig. 19), auf welcher man Artemis als Oypwv dargestellt

sieht zwischen zwei Löwen, zwei Wasservögeln, und einem Stierkopfe, wahrend ein Fisch auf dem unteren Teile ihres Kleides abgebildet ist.

1) Bérard S. 102: „Nous sommes amenés a conclure que les chaines d'Eurynomè, la déesse-poisson, étaient en réalité un méandre semblable a celui dont les ondulations enveloppent le corps de la Vénus Anadyomène de Nim-

roud II est donc possible que les liens d'Eurynomè n'aient été qu'un

antique symbole, représentant les flots de mer." Es ist nicht wahrscheinlich, dass die Phigaleer selbst von goldenen Ketten geredet haben würden, wenn es bloss ein Maander gewesen ware; ausserdem war das Fesseln der Götterbilder eine viel vorkommende Sitte, vgl. I § 32.

2) Vgl. Lukian. De Dea Syr. 14, Diod. Sic. II 4, 2—5.

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