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EINLEITUNG.

§ 1.

1. Die traditionelle Politik der Römer hatte den deni Reiche einverleibten Stadten ilire auf die altesten Zeiten zurüekgehende Verfassung belassen. Dieses System wurde im 2ten Jahrhundert aufgegeben. So tinden sich schon unter der Regierung Trajans Curatores, i) d. h. vom Kaiser ernannte Konimissare, deren Aufgabe es ist die stadtische Verwaltung zu kontrolliren. Wurden sie im 2ten Jahrhundert nur in einzelnen Fallen ernannt, so sind sie unter Constantin ein standiges Amt geworden, und ging ihre Kompetenz in den eisten Zeitlauften nicht viel über die Pinanzkontrolle liinaus, so liegt ihnen schliesslich fast die ganze Verwaltung der Stadte, neben den Organen der eigentliehen Stildteregierung, ob.

Mit der zweiten Hiilfte des 4ten Jahrhunderts setzt dann in der Stad te verwaltung ein anderes Institut ein, das in seiner Neuheit im Vergleich zur alten Stadteordnung ein Seitenstück des Curators bildet, das Institut des Defensors. Es ist meine Absicht im Polgenden eine summarisehe Darstellung der Gesetzgebung über das Defensorenamt im römischen Kaiserreiehe und eine quellenmassige Untersuehung der mit dieaem verbundenen Befugnisse zu geben.

Die Zeit des Inslebeiitretens dos Defensorenamtes lasst sich

') Man sehe iiber den Curator reipublicae: II. Schiller. Röm. Ivaiserzeit I S. 569, .572 und II S. 116, und weiter W. Liebenam, Curator reipublicae" in Phil. 56, S. 290 1'gg.

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