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DIE STREITIGE CIVILGERICHTSBARKEIT IN RICHTERLICHER FUNKTION S 7.

1. Die t'olgende Untersuchung ist der Gerichtsbarkeit des Defensors gewidmet. Letztere ist eine doppelte, niimlich Civilgerichtsbarkeit und Criminalgerichtsbarkeit. Mit Bezug aut erstere muss man w ieder um einen Unterschied maehen zwischen der streitigen Jurisdiktion und der freiwilligen Jurisdiktion des Defensors. Auch in Sachen der streitigen Gerichtsbarkeit konnte der Defensor in doppelter, n&mlich in richterlicher oder nichtrichterlicher Punktion auftreten: von ersterem soll zunachst die Rede sein.

VVahrend das Gesetz vom Jahre 304, weiehes das Defensorenanit zur Einfiihrung gebracht hat, der Jurisdiktion des Defensors nicht gedenkt, ersehen wir aus der oben angeführten, an den Defensor Seneea gerichteten Constitution (1. 2 C. Th. 1. 29), dass ihni schon im Jahre nach dem Inslebentreten des Instituts, von den Kaisern Valentinian und Valens die Entscheidung in Bagatellsachen eingeraumt wild. Dieses Gesetz ist indessen nicht die einzige Regelung unserer Materie: vielmehr hat sich Justinian ilirer aufs Neue angenommen. Zunachst auf die Weise, dass ei' den Text der genannten Constitution im Siune seiner Reform interpoliert und in den Codex (1. 1 C. J. 1. '>•>) autnimmt, spatel in seinen Novellen.

2. Der Inlialt des Gesetzes der Kaiser Valentinian und Valens und die Reform Justinians ergibt sich am besten aus einer Vergleiehun^" des Textes, wie er sich im lh. vorhndet, mit dei Gestalt, die Justinian dem Gesetze gegeben hat. Um dem Leser die Vergleiehung zu erleichtern, lasse icli beide Formen des Textes folgen, und hebe die Interpolationen Justinians durch gesperrten Druck hervor:

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