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von der Insinuation dor Sehenkungen beim Defensor die Rode. >) Es dart' schliesslich noch darauf hingewiesen werden, dass die Gesetzgebung der Kaiser vielfaeh geschwankt hat in der Frage, welche Selienkuiigen verlautbart werden mussten, um gültig zu sein. Justinian hat fiir Sehenkungen die Insinuation vorgeschrieben, wenn der Betrag 500 Solidi überatieg.

An der gleichen Stelle ist bei Justinian von einer Insinuation der Testamente beim Defensor die Rede. Dass indessen fiir die (Jiltij>keit des sehriftliehen Privattestaments die Insinuation der Urkunde nicht erforderlich war, ist sicher. Man könnte dann etwa raeinen, 2i dass die. Erkliirung des letzten Willens zu Protokoll in Frage konimt, wie aucli nachweislich zur Zeit Justinians das öffentliche Testament in einer Erkliirung des letzten Willens zu den Akten eines .Index oder der Kurie besteht. 3i Weiter tinden wir den Defensor bei Eröffnung des sehriftliehen Privattestaments; diese vvird namlich auf Befehl dei- Obrigkeiten, wozu aueh der Defensor gehort, vollzogen: zahlreiche Urkunden bei Marini 4) zeigen uns neben der Beteiligung des Defensors das bei dom Akte gebrituchliche Verfahren. s)

') Nov. 15 c. 3 pr. ngdtteod'ai re intga rot.' ixSixoig xal Sia&tjxtor / Iiifuthff-I g xit) i)uMjsÜH' xul av ei it kov tniiniM» htiIv vnofivt/ftuiuiv iSiov (Et agi apud defensores testamentorum insimuitiones et donationum ft quidquid taliuiu est monumentorum proprium).

a) An eine Insinuation des sehriftliehen Privattestaments behufs Aufbewahrung bei dem Defensor ist kauni zu denken: die Interpretatio zu 1. 4 C. Th. 4. 4 seheint allerdings anzunehmen, dass eine Hinterlegung der Testamente bei der Obrigkeit unter Aufnahme eines l'rotokolls, und zwar bei der Kurie, vorkam, ja Vorbedingung ihrer Gültigkeit gewesen ist. Es lieisst: ut in reliquis regionibus apud curiae viros testamenta.... gestorum allegatione muniantur. Si vero mortuorum voluntates actis reservatae non fuerint, nihil valebunt.

s) 1. 19 § 1 C. J. 6. '23 securus erit, qui aetis eujuscuinque judicis aut

niunieipum mentis suae postremum publieavit judicium Hierauf

gelit wohl schon Nov. Val. III 20.1. § 2 vont Jahre 446 liceat municipalibus

gestis judicia suprema componere

4) Pap. dipl. vgl. z. li. 74, wo der Defensor von Ravenna, Melminius Andreas, genannt wird.

Die Interpretatio lüsst den tiebrauch der Acta auch beim miindlichen Testament vorkommen, indem die Testamentszeugen nach dem Tode des Erblassers /.u den Gresta den Willen des Verstorbenen kundgeben und allegieren. (Nov. Theod. 11. 9. 1. ti... [testibus]..., ut, quia testamentum non

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