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os ini oratoren Falie zuniichst noch zum Schutze der Plebs, so ist os im letzteren von diesem Zwecko völliji" losgolöst: gerade t'iir dasjenige Geschiitt, auf das es das Gesetz voni .lahre 415 abgesehen bat, tritt dieser Sachverhalt zu Tage; denn die Schenkung, ftlr deren Errichtung die Aufnahme der Acta bei dein Defensor erforderlich war, ist kein plebejisches Geschaft. Des Weiteren hat sich dann die Competenz des Defensors zur Aut'nahme von Urkunden fortschreitend erweitert: vornehmlich ist es al»er auch hier Justinian, der in dieser Hinsicht eintiussreich gewesen ist.

Die Criminalgerichtsbarkeit § 11.

1. W'enn das Gesetz voni .lahre 365 dein Defensor richterliche Competenz verleiht. so spricht es lediglich von Civilsachen. Dass aber der Defensor wahrend der ersten Zeitlaufte in Criminalsachen nicht competent war, zeigen auch die oben schon erwahnte 1. 5 und 1. 1 C. Th. 1. 29 aus den Jahren 370 und 392 is. S. 39 Note und S. 24 No te 2). Das erstere Gesetz hebt den Gegensatz zwischen dem „humani cruoris horror," dom griisslichen Blutvergiessen, das dem Statthalter zustelit, und der „innoxia potestas", der — so zu sagen — harmlosen Macht des Defensors liervor: rhetorisch aber deutlich genug ist damit der Gegensatz zwischen der criminalrichterlichen Tiitigkeit des Statthalters und der nicht criminalrichterlichen des Defensors hervorgclioben. l) lm zweiten Gesetze wird den Defensoren verboten Geldstrafen aufzulegen oder die Folter anzuwenden. «)

2. Wie wir schen werden, besitzen dann unter Justinian die Defensoren die Befugnis, bei leichten Verbrechen Strafe zu verhiingen: es ist aber die Frago ob sie ihnen nicht schon früher von den Kaisern gewilhrt worden ist. Bei Beantwortung dieser

i) nam iile (geil. reetor provinciae) patitur humani cruoris horrorem, bic (scil. defensor) innoxiam sibi vindicat potestaten).

») nullas itiHigant mulctas, nullas exerceant «inaestiones.

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