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das solcher Art jedesmal dem Initialstadium einer Pleuritis oder Pneumonie entsprach und meines Krachtens seine beste Erklarung in der Hauptbetheiligung des Zwerchfells findet. In Uebereinstimmung mit dieser Auffassung war stets, sofern eine Pneumonie vorlag, der Unterlappen ergriffen. Für sie spricht auch, dass alle die auffallenden, leicht irre führenden Erscheinungen am geradesten aus einer schmerzhaften Erregung des Phrenicus abgeleitet werden können, dessen sensitive Aeste sich, und zwar vorherrschend, in der Pleura diaphragmatica verbreiten, sodann aber aucli die Pleura costalis, den peritonealen Ueberzug des Diaphragmas und der Leber versorgen und endlich in das Lig. teres und in den Plexus coeliacus eindringen. Aus einer Affection des Phrenicus erklaren sich darum am besten die Schmerzen, einerseits als die directen Zeichen der Erregung der pectoralen Phrenicusfasern, anderseits als die Zeichen ihrer Uebeitragung auf die abdominalen Zweige des Phrenicus, wahrend die unteren Intercostalnerven, die übrigens nur zu sehr kleinem Theil diesen Namen mit Recht führen, vielmehr ihr Ausbreitungsgebiet in der Haut des Abdomens bis zum Schambein herab liaben, weniger in Betracht zu kommen scheinen. Man denke jedoch daran, dass sie an ihrem Ursprunge direct an die Pleura grenzen und daher bei einer Pleuritis leicht mit afficirt werden können.

Auch die übrigen, ja die schwersten Abdominalerscheinungen sind in letzter Instanz doch wieder auf Reizung des Phrenicus zurückzuführen, die an seiner Ursprungsstelle sich auf den Vagus und Splanchnicus leicht übertragen und damit das Erbrechen, den Meteorismus, Collaps und die Obstipation hervorrufen kann.

Lebhafte Reizerscheinungen in den bezeichneten Nerven-

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