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üottes zeigt sxcn eine gewisse v erwanuscnait aui Deiaen Seiten (Gen. 18, 27. 30—32). Im aegyptischen Mythus scheint nun allerdings Nun seinem Sohne Ka ohne Weiteres zuzustimmen, w&hrend in der Genesis Abraham zunachst Fürbitte für Sodom einlegt. Um einer wenn auch kleinen Anzahl Gerechter willen soll Sodom verschont werden. Aber wie im aegyptischen Mythus das Strafgericht wirklich zur Ausführung kommt, so auch nach der Erzahlung der Genesis, da die kleinste von Abraham genannte Zahl von Gerechten in Sodom nicht vorhanden ist. Lot wird indessen mit seinen Töchtern nach dem alttestamentlichen Bericht gerettet und auch in dem aegyptischen Mythus ist schliesslich von der Rettung eines Restes bussfertiger Menschen die Bede. Die Vertilgung selbst geschieht hier und dort mit Feuer. Denn Sec-het, die als Besiegerin der Feinde der Götter ein Messer in der Hand tragt, ist als das Auge des Ra nichts anderes als die versengende Glut der Sonne. Und wie nach der Erzahlung der Genesis die Vertilgung an einem bestimmten Ort geschieht, so erfolgt sie auch nach dem aegyptischen Mythus nicht über die ganze Erde bic, sondern an einem Ort in der Wüste oder in den Bergen, wohin die Menschen gefiohen waren.

Innerhalb dieser Erzahlung vom Untergang Sodoms spielt nun aber auch Lot eine Rolle, der ein Neffe Abrahams gewesen sein soll. Lot rettet sich mit Gottes Hilfe nach Zoar uud wird dort durch Vermischung mit seinen beiden Töchtern der Stammvater der Moabiter und Ammoniter. Seine Frau dagegen, die auf der Flucht aus Sodom sich umgekehrt hat, bleibt zur Salzsiiule erstarrt zurück. Schon die Angabe, dass Lot ein aus Ur in Chaldiia mitgekommener Neffe Abrahams gewesen sei, scheint darauf zu weisen, dass man in Lot eigentlich den Vertreter eines östlichen Volkes zu sehen hat. Ich möchte vermuten, dass auf diesen Bestandteil unserer Erzahlung persische Überlieferung von EinÜuss gewesen ist. Lot mit seiner zur Salzsaule erstarrten Frau erinnert an die persische Salzwüste Lut ')• Vielleicht

1) Cf. Ciuigor, Uatirauiaolie Kullur im Altortuin. Jirluuyeu, Doicliert, 1882. S. 135.

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