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bestimmt aus Aegypten hergeleitet wird. Und aach nach Ex. 4, 24 ft', hangt sie ganz ersichtlich mit dem Betreten aegyptischen Bodens zusammen. Nach beiden Stellen geschieht die Besehneidung mit einem Stein oder Steinmesser, das aucli die Aegypter gebrauchten, und das an das Steinmesser des Thot, des aegyptischen Gottes der Gesetzgebung auf jedem Gebiet, speciell auch dem des Cultus, erinnert.

Aus der Beziehung auf einen Gott, der dem Amon-Ra oder Chnum-Ra entspricht, erklflren sich weiter auch Schwurformen, wie wir sie Gen. 24, 9 (bei Abraham) und Gen. 47, 29 (bei Jakob) finden, Schwurformen, wobei der Schwörende seine Hand unter die Lende dessen legen musste, der den Schwur forderte. Das Zeugungsglied ist dabei offenbar gedacht als das Symbol des Gottes, der selbst der heilige Phallus ist. Und wenn mit dem Gottesbegriff Vorstellungen sich verbanden, die den Pr&dicaten des Amon-Ra oder Chnum-Ra entsprachen, so begreift sich auch leicht, dass hier die Ausübung der Unzucht im Dienst der Gottheit ihren Anknüpfungspunkt hatte. Noch Amos 2, 7 wird erziililt, dass in Israël Yater und Sohn zu derselben Dirne giengen, um den Namen Jahves zu heiligen.

Eine besonders merkwürdige und für unsern Zweck wichtige Erzilhlung ist die von der Opferung Isaaks in Gen. 22. Gott verlangt von Abraham, dass er ihm seinen einzigen Sohn opfere, weist ihm dann aber, nachdem er seinen Glaubensgehorsam erprobt, einen Widder, der sich plötzlich wunderbarerweise Abrahams Blieken als an der C uit statte gegenw&rtig zeigt, als den Stellvertreter des Solmes zum Opfer an. Ein Widder ist nun, wie bereits erwühnt, das heilige Tier des Amon-Ra wie des Chnum-Ra. In diesem Tier verkörpert sich der Gott. Es ist seine Hïille. Ein Widder war denn auch in Mendes am Cultort des ChnumRa stets gegenwartig (291. 30S) und auch in Theben war Amon-Ra durch einen Widder reprasentirt und lagen den Strassen entlang, die zum Tempel des Amon-Ra führten, Riesenbildnisse von Widdern, die den Zugang bewachten ')•

1) Wiedemann, a. a. O. S. 68.

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