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ist. Beide Orte Machpela und Mamre gehören offenbar zusammen, siud zwei zu einander in Beziehung stellende alte Cultusstatten des Sonnengottes, wo seine Geburt und sein Aufgang gefeiert vvurde, wahrend sie spater umgedeutet wurden auf den Ort, wo Abraham den Besuch Gottes erhalten hat, und auf die Statte, wo Abraham neben Sara begraben ist.

Wir haben im Bisherigen, wie ich meine, genügende Beweise gewonnen für die Annahme, dass Abraham dem Gotte Nun und sein Gott dem Sohn des Nun, dem Sonnengott Ra entspricht. Wie in dem Mythus von Nun die Ansatze liegen, die zur Vermenschlichung des Nun bezw. des Abraham und zu seiner Auffassung als des vornehmsten Üieners des Sonnengottes geführt haben, das halten wir bereits gesehen. Indem man dann den Gott des Nun bezw. des Abraham d. h. Ra gedeutet hat auf Jahve, ist das Bild von Abraham als dem alten und treuen Diener Jahves entstanden, das nun in der Genesis vor uns liegt. AH' die alten, ursprünglich auf den Oult des Ra und des Nun bezüglichen Yerehrungsstiitten hat man so in die Geschichte des Jahvedienstes aufgenommen.

Abraham erscheint nun aber in der Genesis vornehmlich auch als der Völkervater, und auch dies erkliirt sich aus seiner Identitat mit dem Urvater Nun, dem Vater von Göttern und Menschen, der, wie es in jenem Mythus heisst, die Menschen schut' und der König war der denkenden Geister bezw. die reinen Seelen erzeugte. Von ihm aus hat man die Herkunft und niihere oder entferntere Verwandtschaft einer Reihe von Yölkerstammen zu erklaren gesuclit. Aus der Haupt- und Segenslinie haben sich durch Isaak und Esau die Edomiter und Amalekiter, und in Concurrenz mit ihnen durch Isaak und Jakob die Israeliten abgeleitet. Durch Nebenlinieu werden alter noch andere Völker auf Abraham zurückgeführt, so in erster Linie die Ismaeliten durch Ismael, den Sohn der Hagar. Von der Qetura hat Abraham noch sechs Söhne, wovon Joqschan durch Dedan der Stammvater der Aschuriter, Letuschiter und Leummiter ist, wahrend von Miiljan die midianitischen Stamme

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