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Kamele herab und sprach zu dem Sclaven: Wer ist dieser Mann, der auf dem Felde uns entgegengeht ? Der Sclave antwortete: das ist mein Herr. Da nahm sie den Schleier und bedeckte sich".

Haben wir hier nicht den Sonnengott, dessen Ausgangspunkt der Schlund des Nun, das l'rge wasser, hier der Brunnen Lachaj Roi ist, und der dann gegen Abend klagend über seinen Untergang zur Erde sich neigt? Ist dem so, dann wird man in der Frau, die ihm entgegenkommt, wohl den Abendstern zu erblicken haben. Gerade dies legt aber die Frage nahe, ob auf die Erzahlung von Isaak und Rebekka nicht auch der Mythus von Tammuz und Istar eingewirkt hat.

Dass Isaak vom Brunnen Lachaj Roi konimend des Al)ends klagend iibers Feld geht, erinnert in der That an Tammuz '), den Gott der Frühlingssonne und der Frühlingsvegetation, die unter dem Einfluss des Wassers herrlich aufgegangen ist, und dann des Wassers ertnangelnd vor der versengenden Glut der Sommerzeit wehklagend dahinstirbt. Und wenn nun im Augenblick, da der Sonnengott Isaak-Tammuz klagend dahinstirbt, die Rebekka von der Reise bei ihm eintrifft, sich in den Schleier hüllt und von Isaak gebracht wird in das Zelt seiner Mutter, wo Isaak sie als sein Weib lieb gewinnt und sich damit tröstet, so driingt sich unwillkürlich der Gedanke an die Istar auf, die Göttin des Abendsterns, die nach einer Zeit des Herumirrens, sich wieder zu dem Gemahl ihrer Jugend kehrt und ihm folgt in die Unterwelt.

Istar ist die Tochter des babylonischen Mondgottes Sin. Rebekka wird als die Tochter Bethuels bezeichnet. Bethuel ist darum wohl ebenfalls als Mondgott aufzufassen

Dein Isaak, der als Sohn des Abraham und der Sara bezw. des Nun und der Nunet — Ra ist, hat man also, da Ra keiue Gemahlin hat, und da Isaak doch als Staiumvater semitischer Volksstiumne gedacht werden sollte, eine Göttin semitischen Ursprungs als Frau zugesellt, und im

L) Jeremias bei Saussaye2, I. S. 190 lf.

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